Kreis Lörrach Mehr Tempo und Flexibilität

Die SPD-Kreistagsfraktion will Tempo beim Impfen machen. Foto: Die Oberbadische

Kreis Lörrach - Die SPD-Kreistagsfraktion will Tempo beim Impfen machen. Die SPD schlägt in einem offenen Brief an Landrätin Marion Dammann vor, ab April das mobile Impfteam (MIT) aus Freiburg in ausgewählten Vor-Ort-Aktionen einzusetzen.

„Wir hören auch aus anderen Landkreisen, dass das MIT ab April bereit ist, im Landkreis Lörrach 300 bis 400 Dosen pro Woche zu verimpfen. Der Landkreis Lörrach soll jeweils dienstags angefahren werden. Diese Mengen können am effizientesten in geeigneten Hallen im Landkreis strategisch verteilt eingesetzt werden. Es bieten sich Räumlichkeiten beispielsweise im Kurhaus Bad Bellingen, Rheinfelden, Schönau und Kandern an“, schreibt die Fraktion. Dort seien jeweils große Hallen und ausreichend Parkmöglichkeiten vorhanden.

„Dabei könnten die Gemeinden bei der Organisation unterstützen, indem dort die Personen erfasst und Listen angelegt werden.“ Diese vier Aktionen würden Druck vom Kreisimpfzentrum nehmen und wären für viele einfacher zu erreichen, ist die Fraktion überzeugt. Und weiter: „Sie tragen auch zu mehr Tempo und mehr Flexibilität bei.“

Dammann will das Gespräch suchen

Landrätin Marion Dammann zeigt in ihrem öffentlichen Antwortschreiben die Bereitschaft, im Mai mit den Kommunen das Gespräch zu suchen. Der limitierende Faktor sei aber nach wie vor die vorhandene Impfstoffmenge, geht aus ihrem Brief hervor.

Derartige abgestimmte Vor-Ort-Aktionen könnten dann zum Tragen kommen, wenn geplante Impftermine nicht zustande kommen oder im Mai hinreichend Impfstoff zur Verfügung steht.

„Voraussetzung ist nach dem Handlungsleitfaden des Landes, dass die mobilen Impfteams nicht durch Einsätze bei besonders vulnerablen Gruppen gebunden sind und die Voraussetzungen an die Abläufe und Anforderungen an die von den Kommunen organisierten Vor-Ort-Termine erfüllt und von den Vertretern der Kreisimpfzentren abgenommen sind“, schreibt Dammann.

Schon jetzt erhalte der Kreis über das Freiburger MIT Impfdosen, die nach Absprache mit den Städten und Gemeinden im Landkreis an besonders vulnerable Bürger in der Tagespflege, betreutem Wohnen oder in einer Einrichtung der Eingliederungshilfe verimpft würden. Das MIT soll bis 26. April 1660 Dosen in den genannten Einrichtungen impfen und das mobile Team des Landkreises zusätzlich 1500 Impfdosen. „Auf diese Weise rufen wir die maximal erhältliche Impfstoffmenge ab“, erklärt die Landrätin.

„Vor-Ort-Impfungen ergänzen aus unserer Sicht die Einsätze der mobilen Impfteams und das Kreisimpfzentrum besonders dann, wenn die Menschen in den Einrichtungen eine Impfung erhalten haben. Die Planungen für den Einsatz der Teams wurden in den vergangenen Tagen nahezu abgeschlossen und den Gemeinden zur Kenntnis gegeben. Die Pläne stehen unter Vorbehalt, dass keine Umstände eintreten, die Impfungen untersagen oder faktisch verhindern.“

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