Kreis Lörrach Messemacher wollen Trends setzen

Die Oberbadische, 13.03.2018 17:12 Uhr

In einigen Hallen herrscht reges Treiben, in anderen haben die Messebauer ihre Arbeit noch nicht aufgenommen, die aber bis spätestens Samstag erledigt sein muss. Dann öffnet nämlich die 35. Ausgabe der Lörracher Regio-Messe ihre Tore. Erwartet werden wieder mehr als 60 000 Besucher.

Von Michael Werndorff

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Kreis Lörrach. Traditionelle Themen aber auch Neues können die Messebesucher von Samstag, 17., bis Sonntag, 25. März, entdecken. Insgesamt 496 Aussteller, gleich viel wie im Vorjahr, werden sich auf 29 000 Quadratmeter Fläche präsentieren, wie Messemacher Natalia Golovina und Thomas Platzer gestern im Rahmen eines Pressegesprächs sagten. Rund 70 Prozent der Aussteller kommen aus der Region, davon fast 60 Prozent direkt aus dem Postleitzahlgebiet 79. „Das ist ein guter regionaler Schnitt, der stabil bleibt. Und dass 24 Aussteller aus der Schweiz kommen, ist schon etwas Besonderes“, freute sich Golovina.

Neben Themen wie Bauen, Renovieren, Energietechnik, Hauswirtschaft, Wohnen, Bauernmarkt und Gesundheit wurde in diesem Jahr noch mehr Wert darauf gelegt, die Regio-Messe an Entwicklungen und neueste Trends anzupassen. „Tradition ist wichtig, wir wollen aber auch Aktuelles einbringen und Trends setzen“, verwies Platzer auf das Thema Smarthome, also die digitale Vernetzung von Haushaltsgeräten und Wohninfrastruktur. Die Sonderschau „SmartLife“ findet vom 17. bis 19. März in Halle 12 statt, wo die Besucher die Vor- und Nachteile der Digitalisierung kennenlernen können.

Bauen bleibt wichtigstes Thema

Das stärkste und wichtigste Thema der Regio-Messe ist und bleibt der Bereich Bauen, Renovieren und Sanieren. Wegen der sehr guten Auftragslage der Unternehmen, sei es aber eine Herausforderung gewesen, lokale Firmen für einen Messeauftritt zu begeistern, berichtete Platzer. „Dennoch bietet die Messe in den Hallen 1 und 6 eine Gelegenheit, mit vielen Handwerkern direkt in Kontakt zu kommen.“ Ähnlich schwierig sei es auch im Bereich Tourismus. Ein Beispiel für die lokale Präsenz ist wieder die Gemeinde Murg mit ihren Angeboten wie Kutschfahrten. Die Stadt Rheinfelden wird bei der 35. Ausgabe der Messe indes nicht anwesend sein ebenso wie die Gemeinde Riehen. „Nichtsdestotrotz ist wieder ein bunter Mix vertreten“, betonte Platzer.

Seit Jahren beliebt ist auch die italienische Halle „Piazza Italia“, wo italienische Produkte den Besucher zum Erkunden einladen. „Dort können die Besucher bei einem Cappuccino mitten im Messetrubel entspannen“, merkte Natalia Golovina an. Das wird auch in Halle 10 möglich sein, wo ein Degustationsabend am letzten Messetag stattfinden soll. Probiert werden dürfen Wein, Gin und Whisky. Eine Anmeldung ist unter info@messe-loerrach.de möglich. Die Geschmacksnerven sind auch in der benachbarten „Gourmessa“ gefragt. Angeboten werden interessante Spezialitäten aus nah und fern, wobei das Kochprogramm von Energiedienst wieder für Unterhaltung sorgen wird.

Technologie zum Anfassen

Wie im vergangene Jahr finden die Sonderschauen „Vom Vintage verweht“ (23. bis 25. März) und „Lörrach innovativ“ (17. bis 19. März in Halle 12) statt. Erstere ist als dauerhafte Einrichtung geplant, so Platzer. Und weiter: „Das ist ein Trendbereich, und die Regio-Messe soll ja auch Trendsetter sein.“ In die zweite Runde geht auch „Lörrach innovativ“. Das Konzept bietet jungen Unternehmen aus der Region eine Plattform. Erneut gibt es modernste Technologie zum Mitmachen und Anfassen. Mit dabei sein wird auch die Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW), die einen Roboter zum Selbstprogrammieren vorstellt.

Parallel zur Regio-Messe finden auf dem Lauffenmühle-Areal die Autoschauen statt: Am ersten Wochenende die Oldtierama und das US-Cars, Bikes & Kustom am zweiten. Die Veranstalter erwarten mehr als 300 Oldtimer, zudem ist eine Ausfahrt vorgesehen. Traditionsstatus genießt auch die RegioArt, die in diesem Jahr allerdings ohne Galerien stattfinden wird, wie zu erfahren war.  Besucher, die am Tag der Tracht, 24. März, in Tracht zur Messe kommen erhalten freien Eintritt. Das gilt am Eröffnungstag auch für Besitzer der Abocard unserer Zeitung.