Kreis Lörrach Minus von einer Million Euro errechnet

Symbolfoto Foto: Die Oberbadische

Kreis Lörrach - Für Aufatmen bei den Mitgliedern des Verwaltungsausschusses des Kreistags hat während der jüngsten Sitzung Finanzdezernent Alexander Willi gesorgt. Wie er mitteilte, habe man ein kleineres Minus als befürchtet in Höhe von einer Million Euro für das laufende Haushaltjahr errechnet. Ursprünglich geplant war aber ein Überschuss von 860 000 Euro.

Dass die Finanzen der Kreisverwaltung trotz Pandemie für dieses Jahr nicht weiter ins Defizit gerutscht seien, liege zum einen an den Maßnahmenpaketen von Land und Bund. Die Erhöhung der Beteiligung des Bunds an den Kosten für die Unterkunft von Bedarfsgemeinschaften mit Hartz IV- Empfängern beschere dem Landkreis zehn Millionen Euro Mehreinnahmen. Diese dürften die höheren Aufwendungen in der Eingliederungshilfe ausgleichen, jedoch nicht die steigenden Kosten für die Pflege, erklärte Willi. Bei den Personalkosten könnten 900 000 Euro eingespart werden, weil aufgrund der Corona-Situation keine Stellen ausgeschrieben würden.

Erfreulich seien auch die Mehrerträge in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro aus der Grunderwerbssteuer. Ein Umstand, den nicht nur Kreisrat Paul Renz (CDU) erfreut überraschte. „Diese Entwicklung hätte ich wegen der Corona-Krise so nicht vorausgesehen“, gestand Renz und kommentierte das Ergebnis für das aktuelle Jahr: „Da sind wir mit einem fast blauen Augen noch einmal davongekommen.“ Er hoffte auf eine weitere Verbesserung der Zahlen bis zum Jahresende. Willi zeigte sich optimistisch, dass man noch auf eine schwarze Null kommen könnte.

Auch Klaus Eberhardt (SPD) nahm die vorläufigen Zahlen wohlwollend zur Kenntnis, verwies aber darauf, dass die eigentlichen finanziellen Auswirkungen noch im kommenden Jahr zu Buche schlagen würden. Wolfgang Fuhl (AfD) sprach von einem Ergebnis, das man mit Kratzern und Schrammen erwirtschaftet habe.

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