Kreis Lörrach Mutationen auf dem Vormarsch

Viren mutieren ständig: Dabei können sich für den Menschen ungünstige Veränderungen entwickeln. Foto: Die Oberbadische

Kreis Lörrach -  Die problematischen Mutationen des Coronavirus breiten sich aus – ­auch im Landkreis Lörrach. Nach wie vor müssen sich die Kreiseinwohner in Geduld üben und sind angehalten, sich weiterhin an die Schutzmaßnahmen zu halten.

Doch gibt es auch positive Nachrichten zu vermelden: Bis zum 23. März sollen alle Pflegeheime im Landkreis Lörrach durchgeimpft sein. Und: Dem Kreisimpfzentrum stehen bald mehr Vakzine zur Verfügung.

„Die Ausbreitung der ansteckenderen Virus-Mutationen bereitet uns große Sorgen“, erklärte Katharina von der Hardt, Leiterin des Fachbereichs Gesundheit im Lörracher Landratsamt. Im Landkreis sei die britische Variante bisher 81 Mal nachgewiesen worden, sowohl bei Ausbrüchen in Betrieben, Kitas als auch in Seniorenheimen –­ und dies trotz Einhaltung der vorgeschriebenen Hygieneregeln. Die Varianten würden sich auch im Lockdown weiter verbreiten, eine Mutationswelle zweichne sich derweil noch nicht ab.

Die Nachverfolgung durch das Gesundheitsamt könne eine Welle bremsen, aber nicht verhindern, verwies von der Hardt auf die Ansteckungsfähigkeit vor Symptombeginn und asymptomatische Infizierte.

Dammann spricht sich für Stufenplan aus

Hierzu merkte Landrätin Marion Dammann an, dass ein Baustein alleine nicht ausreiche: Hygienemaßnahmen, Abstandsregeln, Homeoffice sowie Impfung und aktualisierte Testrategien müssten sich ergänzen, damit die Bevölkerung geschützt sei.

Zudem sei ein Stufenplan wünschenswert: Bund und Land müssten aufzeigen, bei welcher Inzidenz Lockerungen möglich seien oder wann es wieder zu Verschärfungen komme. „Ein transparenter Stufenplan wäre für alle wichtig“, brachte es Dammann auf den Punkt. Klar sei auch, dass mit Blick auf das Infektionsgeschehen die Restriktionen nicht zu früh aufgehoben werden dürften.

Heute (Montag) ist die Sieben-Tage-Inzidenz im Landkreis auf 40,2 angestiegen. Nach einem zunächst schnellen Rückgang sei ein Abflachen der Kurve und nun wieder ein leichter Anstieg zu beobachten, verwies sie auf die ansteckenderen Virusmutationen. So bestehe immer noch eine Gefahr der Überlastung der Gesundheitssysteme. Und: Ob es zu schweren Krankheitsverläufen kommt, ist immer noch Gegenstand von Untersuchungen.

Quarantäne kann nicht verkürzt werden

Dass die britische Mutation auf dem Vormarsch ist, zeigen deutschlandweite Untersuchungen auf zwei Mutationen: In Kalenderwoche vier wurden 6,6 Prozent registriert, davon entfielen 5,6 Prozent auf die britische Variante, in Kalenderwoche sechs waren es bereits 22 von insgesamt 23,4 Prozent.

Ist eine der „Problem“-Varianten nachgewiesen, gilt die zweiwöchige Quarantäne auch für Haushaltsmitglieder des Infizierten, außerdem ist ein PCR-Test für den Infizierten wie für die Kontaktpersonen nach der Quarantäne vorgeschrieben. Und: Eine Verkürzung der Quarantäne bei Einreise aus einem Virusvariantengebiet ist nicht gestattet.

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