Kreis Lörrach Neues Impfzentrum mit verbessertem Service

Im neuen KIZ Beim Haagensteg in Lörrach (v.l.): Carola Felber (Bevölkerungsschutz), KIZ-Leiter Daniel Dröschel und Susann Franke, Landrätin Marion Dammann. Foto: Peter Ade

Kreis Lörrach - Herbst und Winter dürfen kommen und vor allem natürlich die ausreichenden Mengen an Impfstoff:  Das neue Lörracher Kreisimpfzentrum (KIZ) Beim Haagensteg im Grütt geht heute offiziell an den Start. Vorteil gegenüber der bisherigen Einrichtung: bessere Klimatisierung in Sommer und Winter sowie flexibel nutzbare Kabinen für Aufklärung und Impfung.

„Die neuen Kabinen erlauben es, bei mehr Impfstoff die Kapazität zu erhöhen“, erklärten die KIZ-Leiter Daniel Dröschel und Susann Franke im Beisein von Landrätin Marion Dammann beim gestrigen Pressetermin zur bevorstehenden Eröffnung der Zelt-Container-Kombination. Anstelle klassischer Impfstraßen gibt es neuerdings ein Ticketsystem.

Mit dem Umzug stehen allerdings die Parkplätze des Impulsiv-Freizeitcenters nicht mehr Verfügung. Ersatzweise wurden vor dem neuen KIZ Parkmöglichkeiten eingerichtet. Im Übrigen: Der Weg zum nächsten S-Bahn-Halt Haagen/Messe bleibt kurz.

22 Kabinen für Aufklärung und Impfen

Die Maximallast des KIZ wurde mit dem Umzug ausgeweitet. Nunmehr stehen 22 Kabinen – flexibel für Aufklärung und Impfen – sowie acht Anmeldkabinen und ein sogenannter Back-office-Bereich zur Nacherfassung zur Verfügung. Der Zeitplan des Aufbaus wurde eingehalten.

Ein verändertes System beugt Warteschlangen vor. Besucher ziehen am Eingang eine Nummer, die danach durch den kompletten Prozess begleitet, wie Carola Felber vom Bevölkerungsschutz des Landkreises erläuterte.

Statt in mehreren Reihen verweilen die Impfwilligen in einem großen Warteraum, bis die jeweilige Nummer aufgerufen wird. Felber hatte den Aufbau des neuen Kreisimpfzentrums federführend koordiniert.

Scouts stehen Impfwilligen hilfreich zur Seite

Bei Unklarheiten stehen KIZ-Mitarbeiter als Scouts den Impfwilligen hilfreich zur Seite. Rollstühle des DRK stehen Menschen mit Gehbeschwerden am Eingang zur Verfügung.

„Wir haben das neue System nicht teuer einkaufen müssen“, sagt Dröschel. Die Technik stamme aus dem eigenen Haus. Ein Mitarbeiter des Landratsamts habe die Software programmiert.

Künftig 15.000 statt 10.000 Impfungen pro Woche möglich

Bisher nutzte das KIZ-Team acht Kabinen für Vorgespräche und Impfungen. Im neuen „Haus“ sind es elf. Sollte das Team feststellen, dass die Aufklärung mehr Zeit in Anspruch nimmt als das eigentliche Impfen, kann es mehr Kabinen dafür bereitstellen. „Dadurch können wir die Kapazitäten ausweiten“, so Dröschel.

Bisher waren bis zu 10 000 Impfungen pro Woche möglich. Im neuen KIZ dürften es an die 15 000 werden.

Wenn am heutigen Dienstag in den früheren Morgenstunden der Startschuss gefallen sein wird, dann wird täglich von Dienstag bis Samstag zwischen 8 und 21.30 Uhr geimpft. Dem Umzug von der Eventlocation „Impulsiv Lörrach“ ins Zelt neben dem Messeparkplatz ging ein spezielles Notfalltraining der Mitarbeiter voraus.

Allerdings wird es laut KIZ-Leitung mit den erweiterten Räumlichkeiten nicht getan sein. „Wir werden wohl auch weiteres Personal benötigen.“ Und vor allem: Es muss genügend Impfstoff vorhanden sein, um zusätzliche Terminfenster füllen zu können.

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