Basel - Das Historische Museum Basel (HMB) will nächstes Jahr trotz knapper Finanzen vier Ausstellungen durchführen. Geplant ist eine große Sonderschau zum 1000-Jahr-Jubiläum der Weihe des Basler Münsters.

Diese Ausstellung wie auch andere Vorhaben sind noch nicht ganz finanziert. Die Finanzlage bleibe angespannt, aber „wir wollten das Museum nicht für drei Jahre schließen“, sagte Museumsdirektor Marc Fehlmann jetzt vor den Medien. Im laufenden Jahr werden die Ausgaben voraussichtlich rund 300 000 Franken über dem Budget liegen. Auch im nächsten Jahr werde der Etat nicht eingehalten werden können, sagte Fehlmann. Das zuständige Präsidialdepartement sei darüber informiert.

Das Museum werde die Buchhaltung effizienter gestalten müssen, sagte der Museumsdirektor weiter. Auch müsse das Fundraising gesteigert werden. Zudem wurde ein Werbefilm zum 125-jährigen Bestehen des Museums gestaltet, um mehr Besucher, vor allem mehr Familien, ins Museum zu locken.

Die Situation der Depots des Museums ist weiterhin unbefriedigend. In ein Depot an der Hochbergerstraße seien größere Wassermengen eingedrungen, sagte Fehlmann. Dort müssen alle Gegenstände neu inventarisiert werden. Ein neues Depot soll im Frühjahr bezogen werden. Dorthin sollen rund 30 000 Gegenstände gebracht werden, darunter rund 200 Paletten mit großformatigen Steinobjekten.

Goldene Altartafel zurück aus Paris

Die Museumsleitung ist zudem auf der Suche nach „vermissten Kostbarkeiten“. Offenbar können unzählige Gegenstände, die zum Beispiel ausgeliehen wurden, nicht mehr lokalisiert werden. Um wie viele Objekte es sich hierbei handelt, konnte Fehlmann nicht sagen.

Im Oktober wird im Basler Kunstmuseum die Sonderausstellung „Gold & Ruhm – Geschenke für die Ewigkeit“ anlässlich des Jubiläums des Basler Münsters eröffnet. Das HMB zeigt dort kostbare Kunstwerke aus Gold und Elfenbein, darunter das Original der Goldenen Altartafel, das nach mehreren Jahrzehnten aus Paris zurück nach Basel kommt – dies allerdings nur für die Dauer der Ausstellung.

Zwei Drittel der für diese Ausstellung benötigen Finanzmittel seien zusammen, sagte Fehlmann. Trotzdem sei die Durchführung der Schau mit kostbaren Leihgaben aus privaten und öffentlichen Sammlungen in Europa und den USA gesichert.