Kreis Lörrach - Es bleibt dabei: Klasse statt Masse heißt es weiterhin beim Regionalwettbewerb „Jugend musiziert“. So stand auch jetzt wieder bei der mittlerweile 54. Auflage, die in der Musikschule Rheinfelden am Sonntag über die Bühne ging, eindeutig die Qualität statt Quantität beim Vorspielen in den einzelnen Instrumentenkategorien im Vordergrund.

Insgesamt 38 Teilnehmer aus dem gesamten Kreisgebiet im Alter von acht bis 18 Jahren hatten sich für den Wettbewerb, der abwechselnd von den Musikschulen in Rheinfelden, Lörrach und Weil am Rhein organisiert wird, angemeldet. Und unter dem Strich gab es Lob von allen Seiten. „Es ist zwar erneut bei stabil wenigen Teilnehmern geblieben“, konstatierte Musikschulleiter Bernward Braun, der vor einem Jahr die Leistung der Musikschule in Rheinfelden übernommen hatte und für den der Wettbewerb jetzt Premiere bedeutete. „Rund die Hälfte haben eine sehr gute Wertung und damit eine Weiterempfehlung für den Landeswettbewerb bekommen“, sagte Braun. Dieser findet Anfang April statt.

Schüler widmen sich der Musik intensiv

„Den Trend Klasse statt Masse beobachten wir schon seit Jahren“, weiß Bernward Braun aus Erfahrung. Ob es an Nachmittagsunterricht und G 8 liege oder am sonstigen großen Freizeitangebot, das wisse man nicht so genau.

Doch die aktuellen Schüler widmen sich der Musik umso intensiver. Eine Besonderheit hat er für dieses Jahr ausgemacht. Im Bereich Cello und vor allen Dingen Kontrabass gab es so viele Anmeldungen wie fast noch nie. „Dreimal Kontrabass, das ist schon die absolute Ausnahme“, erklärte er. Und alle drei Schüler kommen von der Musikschule Rheinfelden. Einen ordentlichen Teil dazu beigetragen hat dabei Kontrabasslehrer Bernd Schöpflin. „Der ist wirklich gut und macht das ausgezeichnet“, lobte Braun.

Die Anforderungen: Die Stücke müssen etwa aus mehreren Epochen stammen sowie schnelle und langsame Passagen enthalten. In diesem Jahr stellten sich Musiker in den Kategorien Streicher, Bläser Duo, Ensembles und Kammermusik vor. Auch die Kategorien Popgesang (bis 27 Jahre), besondere Instrumente (etwa Barama oder Tabla) und Musik der Renaissance waren angeboten. Für Popgesang gab es indes nur eine Anmeldung.