Kreis Lörrach Radeln für den Umweltschutz

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Der Radparcours in Kandern zog vor allem Kinder an, die sich unter anderem im Slalom- und Wippefahren übten oder auch versuchten, Hütchen während der Fahrt aufzunehmen und wieder abzustellen. Foto: zVg

Kreis Lörrach. Der Zeitraum für die Nachtragung der im Juli gefahrenen Kilometer für das 21-tägige Stadtradeln im Landkreis Lörrach ist abgelaufen, womit nun die Bilanz feststeht: Mit über 2000 Aktiven gab es rund 500 Teilnehmer mehr im Vergleich zum Vorjahr.

Sie fuhren in 210 Teams (2021: 172 Teams) und radelten mehr als 530 000 Kilometer – beachtliche 210 000 Kilometer mehr als 2021. In Summe konnten so – bei stehengelassenem Auto – 82 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden, wie das Landratsamt mitteilt.

Die Radverkehrsbeauftragte des Landkreises, Alexandra Bühler, zeigt sich zufrieden: „Wir freuen uns sehr, dass in diesem Jahr 14 Städte und Gemeinden im Landkreis mitgeradelt sind und an der internationalen Kampagne für mehr Radverkehr, bessere Luft und Klimaschutz teilgenommen haben. Insbesondere aber geht unser Dank an die mehr als 2000 Radelnden des diesjährigen Stadtradelns. Wir hoffen, dass der Trend anhält, Alltagswege mit dem Fahrrad zurückzulegen.“ Der fleißigste Einzelradfahrer brachte es auf 1416 Kilometer, das erfolgreichste Team auf knapp 38 000 Kilometer.

Stempelkarten-Aktion

Um die Menschen zur Teilnahme am Stadtradeln zu motivieren, fand dieses Jahr zum zweiten Mal die Stempelkarten-Aktion statt, für die man von Rathaus zu Rathaus radeln und Stempel sammeln konnte. Eingereicht wurden rund 150 gültige Teilnahmekarten, die Auslosung erfolgte vergangene Woche im Landratsamt Lörrach. Jede Gemeinde stiftete hierfür mindestens einen Preis, darunter zahlreiche Gutscheine für örtliches Gewerbe und Direktvermarkter, Jahrgangsweine oder Museumseintritte.

Zu den Gewinnern zählen unter anderem Andrea und Franz Gisin sowie Franziska Linsner aus Grenzach-Wyhlen, Ulrich Weis und Robert Zoller aus Efringen-Kirchen, Maik Waßmer aus Weil am Rhein und Peter Walter aus Kandern. Die Gewinner wurden schriftlich benachrichtigt. Auf Grund von zu wenigen Zusagen entfiel die für Freitag vorgesehene offizielle Preisverleihung.

Aktion zum Überholabstand

Im Rahmen des Stadtradelns fand dieses Jahr eine weitere Aktion statt, die auf den gesetzlichen Überholabstand von Radfahrern aufmerksam machen sollte. Auch diese kann rückblickend positiv bewertet werden, wie es weiter heißt: Neben Bannern und Plakaten, die im ganzen Landkreis aufgehängt wurden, gab es in Kandern eine Veranstaltung mit Radparcours und Infoständen. Trotz großer Hitze kamen viele Interessierte. Zahlreiche Kinder probierten sich an dem abwechslungsreichen Parcours. Erwachsene waren erstaunt, wenn sie den 1,5 Meter-Abstand selbst einstellen sollten – fast alle schätzten den Abstand zu gering. Schließlich konnte man mit einer Virtual-Reality-Brille eine gefährliche Verkehrssituation aus Sicht eines Radfahrers und aus Sicht eines LKW-Fahrers erleben. Mitarbeiter des Landratsamts verteilten Fahrradkarten und informierten rund um das Thema Sicherheit.

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