Kreis Lörrach Reise in die unbekannte Nanowelt

Girls’ Day an der DHBW Lörrach: Zwei der Schülerinnen beim Testen Ihrer Programmierung des NAO Roboters. Er sollte den beiden einen Witz erzählen. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Knapp 40 Schülerinnen eroberten dieser Tage die DHBW Lörrach im Rahmen des bundesweiten Girls’ Day und erkundeten die Bereiche Technik und IT. Prorektor und Dekan der technischen Fakultät, Jörg Thietke, freute sich, die Mädchen im Alter zwischen zehn und sechszehn Jahren zu begrüßen und äußerte die Hoffnung einige der Teilnehmerinnen in ein paar Jahren als Studentinnen technischer Studiengänge begrüßen zu dürfen.

Kreis Lörrach. Den Schülerinnen stand mit vier Workshops ein breites Feld zur Auswahl, sodass jede den für sich spannendsten Bereich auswählen konnte. Im der Elektrotechnik bauten die Teilnehmerinnen eine Uhr und lernten damit spielerisch, wie eine elektronische Schaltung funktioniert. Auf den Laborplätzen, an denen normalerweise die Studenten lernen, durften die Schülerinnen nach einer Sicherheitsanweisung direkt selber Schaltpläne stecken, wie es in einer Mitteilung der DHBW heißt.

Tabea und Lisa hatten sich extra angemeldet, weil sie es spannend fanden, unbekannte Berufe kennenzulernen und reinzuschnuppern und so etwas Neues für sich zu entdecken. Witzeerzählen und Tanzen stand im Fokus des Informatik-Workshops. Die Teilnehmerinnen programmierten kleine NAO-Roboter darauf, auf Sprachbefehle zu reagieren, Dinge zu bringen oder Breakdance zu tanzen. Neben Programmieren lernten sie eine der wichtigsten Grundlagen der Informatik – logisches Denken anzuwenden, um die kleinen Fehler im Programm zu finden und auszubessern, wie es weiter heißt.

Gute Chancen in den technischen Berufen

Eine Reise in die Nanowelt der Werkstoffe traten die Schülerinnen im Labor für Werkstoff- und Oberflächenanalytik an. Mithilfe der Mikroskopie konnten sie einzelne Dinge bis zu 50 000-fach vergrößern und Details neu entdecken. „Sieht überschön aus“ und „boah ist schon geil“ waren Kommentare, die normalerweise nicht die Augen und Schuppen kleiner getrockneter Fische beschreiben.

Im vierten möglichen Workshop stiegen die Mädchen direkt in die Produktion ein. Nach einer Einführung mit einigen Fachtermini zeigten die Teilnehmerinnen keinerlei Berührungsängste und legten sofort los mit der digitalen Zeichnung erster Körper. Im Verlauf des Workshops verfeinerten sie ihre Kenntnisse immer mehr, sodass sie am Ende ihren eigenen Handyhalter selbst entworfen hatten und im 3D-Drucker ausdruckten. Gerade die Arbeit mit dem 3D-Programm hatte Melanie besonders interessiert und dazu geführt, dass sie sich zum Girls’ Day an der DHBW anmeldete.

Doch nicht allein die praktischen Anwendungen standen im Mittelpunkt. Die Mitarbeiter der DHBW Lörrach informierten die jungen Mädchen über die sehr guten Chancen in den technischen Berufen und motivierten sie, das Interesse an Technik beizubehalten.

Für Ulrike Menke, Studiengangsmanagerin in der Informatik, ist der Girls’ Day für die Schülerinnen eine tolle Gelegenheit, über den vermeintlich bestehenden Tellerrand hinauszublicken: „Hier können die Mädchen Dinge ausprobieren, die sie bislang noch nicht kannten oder die sie sich nicht zutrauten. Durch diesen praktischen und entspannten Zugang zur IT und zur Technik entstehen neue Spielräume und Gedanken. Und plötzlich kommt die Erkenntnis: ’Technik – das ist ja doch etwas für mich!’“

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