Kreis Lörrach Rheinfeldener Klinik meldet sechs Corona-Fälle

Eine Häufung von positiver Corona-Befunde verzeichnet das Rheinfeldener Krankenhaus (Archivfoto). Foto: Die Oberbadische

Eine Häufung positiver Corona-Befunde verzeichnen die Kliniken des Landkreises aktuell: Am Rheinfeldener Standort wurden drei Mitarbeiter und drei Patienten positiv auf Corona getestet. Wie die Einrichtung mitteilt, wurden vorsorglich umfangreiche Maßnahmen zur Testung und Isolation eingeleitet, um eine Weiterverbreitung des Virus zu unterbinden.

Nachdem man zunächst davon ausgegangen war, dass die insgesamt sechs Corona-Fälle auf eine einzelne Ausbruchssituation zurückzuführen sind, gehe man nach weiteren Analysen mittlerweile davon aus, dass sie voneinander unabhängig und damit nicht als Ausbruchssituation einzustufen sind, so die Kreiskliniken in einer Medienmitteilung.

PCR-Tests für alle Patienten auf betroffener Station

Um auf Nummer Sicher zu gehen, werden nun bei allen Patienten der betroffenen Station ein PCR-Test durchgeführt. Gleiches gelte für alle Mitarbeitenden, die in dem relevanten Zeitraum im Dienst waren. Die Klinikhygiene der Kreiskliniken stehe in engem Austausch mit dem Gesundheitsamt.

„Obwohl die Untersuchungen noch nicht abgeschlossen sind und Testresultate ausstehen, möchten wir vor dem Hintergrund des erhöhten Medieninteresses der letzten Tage bereits heute über die Befundhäufung sprechen“, erklärt Bernhard Hoch, medizinischer Geschäftsführer der Kliniken des Landkreises Lörrach.

Arzt übt Kritik an Teststrategie

Tatsächlich waren die Kreiskliniken wegen einer womöglich unzureichenden Teststrategie jüngst in die Kritik geraten: Ein in der Einrichtung beschäftigter Arzt hatte berichtet, dass die Kliniken bei der Aufnahme neuer Patienten lediglich einmalig einen Antigenschnelltest durchführen, statt  - wie vom Bund empfohlen  - einen PCR-Test vorzunehmen. Dadurch sei es in den Kliniken des Landkreises Lörrach zu schweren Covid-19-Ausbrüchen mit Todesfällen gekommen, so der Vorwurf. Die Kliniken ihrerseits verweisen auf eine „sorgfältig durchdachte Sicherheitsstrategie.“

Im aktuellen Fall hatten sich drei Mitarbeitende des Kreiskrankenhauses Rheinfelden den Erkenntnissen zufolge im privaten Umfeld infiziert. Sie hatten jedoch keine relevanten, ungeschützten Kontakte mit Kollegen und Patienten, "weswegen eine Übertragung mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auszuschließen ist", so die Mitteilung.

Ältere Patienten betroffen

Zwei geriatrische Patienten, die sich ein Zimmer geteilt hatten, wurden vor ihrer Verlegung in ein Pflegeheim positiv auf das Corona-Virus getestet. Beide Patienten zeigen keine Symptome.
Die Antigen-Schnelltestung bei Aufnahme in das Krankenhaus habe jeweils einen negativen Befund ergeben, so die Mitteilung.

Die Viruslast sei in beiden Fällen sehr gering, was ein Zeichen für eine bereits durchgemachte Infektion sein könne. Doch auch eine Übertragung zwischen den Patienten könne nicht ausgeschlossen werden, so die Kliniken weiter. Daher seien weitere Testergebnisse abzuwarten.

Schließlich wurde laut Medienmitteilung ein weiterer asymptomatischer und in Sachen Covid klinisch unauffälliger geriatrischer Patient vor der geplanten Verlegung mittels PCR positiv getestet. Die betroffene Person hatte bereits im Januar eine Covid-Infektion in ihrer Pflegeeinrichtung durchgemacht und war zwischenzeitlich PCR-negativ getestet worden. Der betroffene Patient wurde vorläufig isoliert, weitere Test-Diagnostik wird durchgeführt.

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