Kreis Lörrach Rückenschmerzen an oberster Stelle bei Krankschreibungen

Die Oberbadische, 17.07.2017 23:00 Uhr

Kreis Lörrach. Der Krankenstand im Kreis Lörrach ist im Jahr 2016 gesunken. Die Ausfalltage aufgrund von Erkrankungen nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 0,3 Prozentpunkte ab. Mit 3,2 Prozent lag der Krankenstand in der Region leicht unter dem Landesdurchschnitt (3,3 Prozent), wie es in einer Mitteilung der DAK heißt. Laut DAK-Gesundheitsreport waren damit an jedem Tag des Jahres von 1000 Arbeitnehmern 32 krankgeschrieben.

Die aktuelle Analyse der DAK-Gesundheit für den Landkreis Lörrach zeigt die wichtigsten Veränderungen bei der Zahl und Dauer der Krankschreibungen. Rückenschmerzen & Co. führten erneut die Liste der häufigsten Krankheitsarten an und verursachten beinahe jeden vierten Fehltag. Insgesamt nahmen die Beschwerden des Muskel-Skelett-Systems um drei Prozent zu. Leicht gesunken ist hingegen der Arbeitsausfall durch psychische Erkrankungen, zu denen Angstzustände und Depressionen zählen. Die Diagnose belegte mit einem Anteil von 16,3 Prozent am gesamten Krankenstand den zweiten Platz. Atemwegserkrankungen wie Bronchitis folgten im Vergleichszeitraum an dritter Position. Die Fehltage gingen um 22 Prozent zurück, die Erkältungswelle erfasste den Landkreis nicht. Auch Verletzungen und Vergiftungen wurden etwas seltener verzeichnet.

„Wir informieren nicht nur regelmäßig über den Krankenstand im Kreis Lörrach, sondern schauen darüber hinaus auf wichtige Einflussfaktoren für Erkrankungen“, sagt Horst Lüttner von der DAK-Gesundheit. Und weiter: „Diese Analysen helfen uns, noch gezielter beim betrieblichen Gesundheitsmanagement (BGM) ansetzen zu können und Arbeitgebern konkret Hilfe anzubieten. So wird beispielsweise längeren Ausfallzeiten durch Rückenleiden oder seelische Probleme vorgebeugt.“

Die DAK-Gesundheit untersucht in ihrem aktuellen Gesundheitsreport mit dem Schwerpunktthema „Schlafstörungen“ auch, wie es um die nächtliche Erholung der Arbeitnehmer steht. Die Kasse wirft dabei einen Blick auf Ursachen und Risikofaktoren. Auf www.dak.de/schlaf gibt es viel Wissenswertes rund um das Thema.