Kreis Lörrach Schreiner sehen sich gut aufgestellt

Bester Schreinergeselle wurde Johannes Ackermann aus Zell im Wiesental. Foto: Peter Ade Foto: Die Oberbadische

Kreis Lörrach (pad). Gut aufgestellt starten die Schreiner ins neue Innungsjahr. An der Mitgliederversammlung in der Gewerbeschule Schopfheim berichtete Kreishandwerksmeister Martin Ranz, zugleich Obermeister der Schreinerinnung, über die zurückliegenden Monate und laufende Aktivitäten.

„Das war sicherlich eine gute Werbung für unseren Beruf“, lobte Ranz die Ausstellung von Gesellenstücken im Schalterraum der Sparkasse in Rheinfelden. Zwei junge Gesellen hielten Vorträge über ihr facettenreiches Schaffen. Publikumspreise erhielten die Werkstücke von Fabian Rümmele, Elias Mayer, Lars Wagner, Niclas Bahner und Lukas Weiß. Sie fertigten unter anderem einen Kofferschrank, einen Ess- und Pokertisch und einen Ordnerschrank.

Als Innungsbesten schickte die Innung Johannes Ackermann aus der Schreinerei Ranz in Weil am Rhein zum Kammerwettbewerb. Das junge Talent aus Zell im Wiesental belegte auf Anhieb den ersten Platz und wurde Ende September als Kammersieger zum Landeswettbewerb nach Stuttgart entsandt, wo Ackermann den zweiten Platz erreichte.

Eine gute Veranstaltung für die Innung war wieder die Ausbildungsbörse in Weil am Rhein. „Unser Team war wie immer super aufgestellt“, freute sich Ranz. Auch die „Olympiade der Talente“ in der Gewerbe-Akademie Schopfheim sei ein schöner Erfolg gewesen. Dennoch, so der Obermeister, seien bei beiden Events Verbesserungen notwendig.

Einstimmig beschlossen hat die Innungsversammlung eine Empfehlung zur einheitlichen Entlohnung von Praktikanten. Teilnehmer der einjährigen Berufsfachschule Holz sollen demnach in Zukunft als Anerkennung für ihre Einsätze in Fachbetrieben der Region 25 Euro pro Tag bekommen.

Die Konjunktur sei „zufriedenstellend bis sehr gut“, berichtete Cornelia Rupp-Hafner. „Auch bei der Preissituation hört man nicht viele Klagen“, bestätigte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes „Schreiner Baden“. Es werde überlegt, im Frühjahr einen „Tag der offenen Tür“ durchzuführen, um südbadischen Betrieben die Möglichkeit zu geben, der Öffentlichkeit Einblicke in eine Schreinerei und ihr Arbeitsumfeld zu vermitteln.

Informiert wurde über die Chance, ein Auslandspraktika zu absolvieren. Der frühere Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Otfried Eckert, sieht in dem von der Handwerkskammer Freiburg koordinierten Angebot eine gute Gelegenheit, junge Mitarbeiter an ihre heimischen Betriebe zu binden. Zuletzt sei eine Gruppe Elektriker in Finnland im Einsatz gewesen.

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