Kreis Lörrach. Wie die Unterrichtsversorgung der Schulen im Kreis aussieht, wollte der SPD-Landtagsabgeordnete Rainer Stickelberger angesichts der aktuellen Diskussion um Lehrermangel wissen und stellte eine Kleine Anfrage an das Kultusministerium. Nun liegt dessen Antwort vor. „Die vorgelegten Zahlen zeigen, dass die Unterrichtsversorgung im Kreis nicht auskömmlich ist“, hält Stickelberger fest. Er fordert daher eine Aufstockung der Krankheitsreserve und einen höheren Versorgungsgrad, geht aus der Mitteilung hervor.

Aus Sicht des Ministeriums ist ein Versorgungsgrad von 100 Prozent „auskömmlich“, da damit der Pflichtunterricht sichergestellt werden könne. Doch, erklärt Stickelberger, „sogar das Ministerium muss einräumen, dass nicht mal der überall erreicht wird. An unseren Grund-, Haupt- und Werkrealschulen liegt er mit 97,4 Prozent darunter. Und bei den beruflichen Schulen und dem Sonderpädagogischen Zentrum spricht die Ministerin selber gar von einem strukturellen Defizit“, teilt Stickelberger mit.

Gute Versorgung sieht anders aus

Auch die Lehrerversorgung an den Gemeinschafts- und den Realschulen liegt mit 100,4 Prozent und 100,7 Prozent nur knapp über der angeblich auskömmlichen Zielmarke von 100 Prozent.

„Eine gute Unterrichtsversorgung sieht anders aus“, erklärt der SPD-Politiker. „Denn mit einem Versorgungsgrad von unter 100 Prozent, kann schon ohne Ausfälle aufgrund von Krankheit, Fortbildungen oder schulischen Aktivitäten der Pflichtunterricht nicht vollumfänglich stattfinden“.

Zusätzlich Angebote wie AGs blieben ohnehin außen vor. Deutlich wird der Lehrermangel auch aus der Antwort des Ministeriums zur Frage nach dem Bedarf an Lehrkräften aus der Krankheitsreserve.