Kreis Lörrach (gd). Die Berufsorientierung Schulen („Boris“) zeichnet seit 2007 über die Industrie- und Handelskammer (IHK) Hochrhein-Bodensee jährlich Schulen mit dem „Boris-Berufswahl-Siegel“ Baden-Württemberg aus. Im Forum der Sparkasse Schopfheim-Zell wurden jetzt vier Schulen für ihr Engagement im Rahmen der Berufsorientierung mit dem Siegel ausgezeichnet.

Die Albert-Schweitzer-Schule Lörrach (Jürgen Hakenjos), die Hebelschule in Schliengen (Gertrud Wittek), die Realschule der Christlichen Schule Hochrhein Waldshut-Tiengen (Hardy Ruppender) und die Montfort-Realschule Zell im Wiesental (Frank Geiger) konnten die Ehrung entgegennehmen. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von Schülern der Montfort-Realschule Zell im Wiesental unter der Leitung von Musiklehrer und Dirigent Norbert Asal. Für den anschließenden Imbiss sorgten ebenfalls die Zeller Realschüler.

Zum Hintergrund: Das Projekt Boris entstand, weil die Berufsorientierung für die Schüler auf Grund steigender Anforderungen durch politische Steuerung, demografische Entwicklung und ein verändertes Rollenverständnis immer schwieriger geworden ist. Familiäre, regionale und überlieferte Traditionen befinden sich im Umbruch, und die Wirtschaft entwickelt ständig eine Dynamik, in der die Berufe in schneller Folge veralten, sich verändern oder ganz verschwinden. Auch für die Lehrer erschwert sich die Hilfestellung für ihre Schüler, weil die Eltern oft nicht mehr helfen können, die Arbeitswelt hingegen aber eine wachsende psychologische Stärkung der einzelnen Schüler erfordert. Es sollte also eine Hilfe von außen gegeben werden. Dazu dient das Projekt Boris, das bestmöglich die Berufswahl und die Arbeitswelt vorbereiten helfen will. In der Region Hochrhein-Bodensee haben bis jetzt insgesamt 37 Schulen das Siegel erhalten; davon wurden 32 noch einmal und drei sogar ein drittes Mal zertifiziert.

Alexandra Thoß, Geschäftsführerin der IHK Hochrhein-Bodensee im Fachbereich Ausbildung, nannte zur Zeit gültige Zahlen in der Berufsausbildung. So gibt es in Deutschland 344 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe, sieben bundeseinheitliche Ausbildungsregelungen für behinderte Menschen und laut Hochschulrektoren-Konferenz im letzten Wintersemester 16634 Studiengänge.