Kreis Lörrach „Solche Muskeln sieht man nicht alle Tage“

„Man lernt seinen Körper kennen“, sagt Fabian Lenz. Foto: Carina Stefak Foto: Die Oberbadische

Von Carina Stefak

Es ist die erste Anlage im Landkreis Lörrach – und sogar die Basler kommen gern und häufig, um sich darauf auszutoben. Nun wurde der Street-Workout-Park in Weil am Rhein, unterhalb des Schlaichturms neben der Zollfreien Straße, feierlich eingeweiht – mit Vertretern der Stadt und des Gemeinderats und auch mit zahlreichen Jugendlichen. Die Stadt, die seit Ende vergangenen Jahres das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ innehat und somit einige Projekte für die Weiler Kinder und Jugendlichen auf die Beine stellen will, zeigt damit, dass sie die Interessen ihrer jüngsten Bürger „ernst nehmen“ und ihnen gerecht werden will. Das hat Oberbrügermeister Wolfgang Dietz bei der Feier betont.

Nachdem das blaue Band durchgeschnitten war, wurde die Anlage von den Jugendlichen auch gleich in Besitz genommen. Fabian Lenz, Leon Zeh und Andreas Michel hatten die Idee zu diesem neuen Street-Workout-Park, sind damit auf die Stadt zugegangen und haben den Entwicklungsprozess über anderthalb Jahre begleitet. Sie waren folglich auch die ersten, die auf der Anlage geturnt haben. Ihr Können zeigten sie in einer mitreißenden Vorführung – begleitet von gebannten Blicken einiger Zuschauer und natürlich von fetten Beats. Sie schwangen sich über die Stangen, zeigten Klimmzüge und auch einige Hebefiguren – einiges sah ziemlich einfach aus, aber wenn man genau hinsah, wurde einem klar, wie viel Kraft und Training dahinter steckt. Nicht wenige Jungs

Bewundernde Blicke für durchtrainierte Muskeln

warfen bewundernde Blicke in Richtung der drei und ihrer Freunde und auch die Mädchen waren begeistert – solche Muskeln sieht man schließlich nicht alle Tage.

Mädchen sind auf der Street-Workout-Anlage übrigens bislang eher selten vertreten. „Das ist schon eine Trendsportart, aber sie wird eher von Jungs ausgeübt. Vielleicht ist das in großen Städten anders, aber hier in Weil gibt es noch fast keine Mädels.“ Vor gut zwei Jahren haben Fabian Lenz, Leon Zeh und Andreas Michel angefangen, diese Sportart zu betreiben. Damals haben sie noch auf dem Trim-dich-Pfad trainiert, etwa drei mal die Woche. Heute sind sie fast täglich auf der neuen Anlage und lassen ihrer Kreativität freien Lauf. „Man kann sich richtig austoben, verschiedene Ideen ausprobieren und sich ständig weiterentwickeln. Dabei lernt man auch seinen Körper immer etwas kennen“, schwärmt Fabian Lenz von seinem Hobby. „Und alle schauen dabei zu, das motiviert natürlich noch zusätzlich“, ergänzt Leon Zeh. „Durchs Zuschauen bei anderen lernt man immer etwas Neues und man kann sich auch gegenseitig Tipps geben.“

Michala Rimkus von der Stadtverwaltung, die das Projekt „Kinderfreundliche Kommune“ betreut und die Anlage eng mit den Jugendlichen zusammen geplant hat, wünschte Leon Zeh, Fabian Lenz und Andreas Michel sowie all ihren Freunden und Street-Workout-Fans jede Menge Spaß mit dem neuen Park, appellierte aber auch an ihre Vernunft, die Anlage, die ihnen Stadt und Gemeinderat ermöglicht haben, wert zu schätzen und auf sie aufzupassen.

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