Kreis Lörrach (mh). Der Tod eines Kindes lässt viele Eltern verstummen. Hilflos und verzweifelt haben Betroffene dabei dann auch oft den Bezug zur Welt und zu ihrer Zukunft verloren. Die Menschen, die so einen schweren Verlust erleiden, zurück ins Leben zu begleiten, ist das Ziel der Gruppe für „Trauernde Eltern“, welche die kreisweit tätige Ambulante Hospizgruppe Grenzach-Wyhlen seit vielen Jahren immer wieder anbietet. Geleitet wird diese Gruppe von Waltraud Bernhardt und Irene Passlick, zwei erfahrene Trauerbegleiterinnen, die am 20. April in den Räumen der Ambulanten Hospizgruppe in der Eisenbahnstraße 18 in Grenzach-Wyhlen wieder mit einer neuen Gruppe für trauernde Eltern beginnen werden.

In dieser dürfen Betroffene sich angenommen und geschützt fühlen. Im Austausch mit anderen Müttern und Vätern erleben die Teilnehmer vielleicht erstmals, dass sie in ihrem Schmerz nicht allein sind, sagt Waltraud Bernhardt, und Irene Passlick ergänzt: „Wenn die Kinder sterben, stirbt zunächst auch die Zukunft. Es ist einfach gegen die Natur, dass Kinder vor ihren Eltern sterben. Das erschüttert Betroffene bis ins tiefste Innere“, so Bernhardt.

Die Themen sind vielfältig, mit denen sich trauernde Eltern konfrontiert sehen, „das fängt bei der Frage an, ‚was habe ich da gemacht und erlebt, und ist das überhaupt noch normal?‘ “, weiß Bernhardt, und sie betont, es sei unterschiedlich, wie intensiv Menschen trauern. Manche suchen Nähe, andere können keine Nähe mehr ertragen. Und manchmal drohen auch Familien an der Situation und der Trauer um das verlorene Kind zu zerbrechen. Es komme auch vor, dass nach Jahren scheinbarer Normalität die Trauer sich einen Weg ins Bewusstsein bahnt.

 Die Gruppe „Trauernde Eltern“ beginnt am Freitag, 20. April, und findet jeweils einmal monatlich freitags von 19.30 bis 21.30 Uhr für die Dauer von einem Jahr statt. Infos unter Tel. 07624/989302.