Kreis Lörrach Trotz Corona Freude am Schnee

Adrian Steineck
Im Skigebiet Feldberg herrscht derzeit reger Betrieb, sagt Adrian Probst vom Liftverbund Feldberg. Foto: zVg/Pixabay

Adrian Probst, geschäftsführender Vorsitzender des Liftverbunds Feldberg, hat angesichts der bisherigen Wintersportsaison Grund zur Freude. „Ich schaue aus dem Fenster und habe selbst Lust auf das Skilaufen“, sagt er im Gespräch mit unserer Zeitung. Der rege Zuspruch der Besucher für das Skigebiet Feldberg ist umso wichtiger, als nach der ausgefallenen Saison 2020/2021 mit Blick auf zukünftige Investitionen auch der Beweis erbracht werden soll, dass das Skigebiet wirtschaftlich rentabel betrieben werden kann.

Von Adrian Steineck

Regio. 22 von 38 Skiliften sind allein unter der Woche in Betrieb. Es liegen zwischen 35 und 90 Zentimeter Schnee, und auch die Wetterprognose für die kommenden Tage stimmt Probst zuversichtlich für den Betrieb des Skigebiets Feldberg. „Es mag abgedroschen klingen, weil ich das häufig sage, aber die Bedingungen sind derzeit wirklich traumhaft“, sagt der geschäftsführende Vorsitzende des Liftverbunds Feldberg.

Nur über Weihnachten war es etwas zu warm

Bereits der Dezember sei ein guter Wintersportmonat mit „Top-Bedingungen“ gewesen, sagt Probst. „Lediglich die Warmfront über Weihnachten hat uns ein Bein gestellt.“ Derzeit aber sei wieder Neuschnee gefallen, und die Temperaturen seien so, dass Schneekanonen und Beschneiungsanlagen derzeit geschont werden können.

2G plus-Regeln werden von Besuchern akzeptiert

Das Thema Corona macht freilich auch um den Wintersport keinen Bogen. „Bei uns gilt 2G plus, das heißt, die Besucher müssen geimpft, genesen oder geboostert sein und brauchen, sofern dies länger als drei Monate zurückliegt, einen tagesaktuellen negativen Corona-Test“, beschreibt Probst die geltenden Regeln. Diese werden von den Besuchern klaglos akzeptiert, von ganz wenigen Einzelfällen abgesehen. „Ja, es gibt Besucher, die Kritik an den Corona-Regeln äußern und dann auch schon einmal unverschämt werden“, räumt Probst ein. Aber auch wenn einer von 100 seine Kritik lautstark äußere, sei es eben doch nur einer von 100, sagt er. „Man sollte das auch nicht überhöhen.“

Die vorherrschende Stimmung sei aber durchweg positiv, gerade weil in den vergangenen beiden Jahren am Feldberg und vielerorts sonst kaum eine Gelegenheit zum Wintersport möglich war. „Selbst am ersten Wochenende der Saison, als es aufgrund technischer Probleme zu Warteschlangen kam, hatten die Besucher ein Lächeln im Gesicht und haben uns versichert, wie froh sie sind, wieder raus und in den Schnee zu kommen“, schildert er seinen Eindruck. Die technischen Schwierigkeiten resultierten daraus, dass in dieser Saison erstmals rein auf ein Online-Ticketing-System gesetzt wird, bei dem die Besucher vorab im Internet ihre Karte kaufen müssen. „Aber mittlerweile sind die Startschwierigkeiten behoben, und der Betrieb läuft reibungslos“, schildert er.

Im Schnitt seien 2500 Besucher auf den Bahnen, Pisten und Loipen unterwegs, während es vor der Corona-Pandemie bis zu 7000 waren. Aber die vergleichsweise geringe Auslastung trage eher noch zur guten Stimmung bei. „Derzeit macht es Spaß, den Liftverbund Feldberg zu betreiben“, bringt Probst es auf den Punkt.

Positives Ergebnis wichtig für weitere Investitionen

Dass am Ende der Saison auch die wirtschaftlichen Zahlen stimmen, danach sieht es nach derzeitigem Stand ebenfalls aus. Das ist auch dringend notwendig, wie Probst mit Blick auf den Masterplan zur Weiterentwicklung des Skigebiets Feldberg sagt. Dieser wurde von der Sporthochschule Köln und vier Expertenbüros erarbeitet und sieht Investitionen von gut 63 000 Euro vor. Der Betrag soll auf die Gesellschafter und Liftbetreiber – den Kern des Verbunds bilden St. Blasien, Todtnau und die Gemeinde Feldberg – verteilt werden. Dringend investiert werden soll etwa in die Zisternen, deren Wasserspeicherkapazitäten nicht ausreichend sind. Denn bei einer zu geringen Menge kann nur eine kurze Zeit oder unter Umständen auch gar nicht beschneit werden. Deshalb müssten vorhandene Speicher vergrößert und neue angelegt werden, so könne man unabhängiger vom Niederschlag werden.

In dieser Saison gilt es laut Probst zu beweisen, dass das Skigebiet Feldberg wirtschaftlich betrieben werden kann. „Das ist wichtig in Hinblick auf Fördertöpfe und Kredite“ sagt er und betont, dass er diesbezüglich positiver gestimmt ist als noch vor zwei Monaten.

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