Kreis Lörrach Von Hindernissen bis zu den Möglichkeiten

Landrätin Marion Dammann (rechts) und Birgit Ackermann (2. v. r.), Vorstandsmitglied des St. Josefshauses, würfeln mit Teilnehmern von „Miteinander statt nebeneinander“. Foto: zVg Foto: Die Oberbadische

Kreis Lörrach. Unter dem Motto „Soziale Vielfalt als Chance“ hat sich Landrätin Marion Dammann jetzt über soziale Projekte in der Region informiert, die Integration und Inklusion verschiedener gesellschaftlicher Gruppen zum Ziel haben. Thematisiert wurde dabei auch, dass es auf dem Weg zu einer von Vielfalt und Austausch geprägten Gemeinschaft noch viel zu tun gibt.

Mit dabei waren Vertreter des seit März gestarteten „Netzwerks Inklusion“, das die Aufgabe hat, Chancen für Menschen mit Behinderung in allen Lebensbereichen aufzutun und zu fördern. Dabei geht es nicht nur um räumliche Hindernisse etwa für Rollstuhlfahrer, sondern auch darum „die Barrieren im Kopf der Menschen zu beseitigen“, so die Landrätin.

Möglichkeiten für ein „Miteinander statt nebeneinander“ zeigte zum Beispiel das gleichnamige Kooperationsprojekt von St. Josefshaus und Caritas Rheinfelden auf, bei dem Senioren, Menschen mit Behinderung und Schülerinnen der Schillerschule zusammen kommen, um einen Kaffeeklatsch zu halten, sich in Brettspielen zu messen, zu Basteln oder zum Geschichtenvorlesen. „Inklusion heißt nicht, an institutionelle Gegebenheiten gebunden zu sein, sondern die Vielfalt von Möglichkeiten eines Sozialraumes zu nutzen“, erklärte Birgit Ackermann, Vorstand des St. Josefshauses. Genau diese Grenzen sollen mit dem Projekt „Integriertes persönliches Budget“ überwunden werden, bei dem die Bewohner der Außenstelle in der Rheinfelder Innenstadt sich einmal im Monat eine Freizeitaktivität nur für sich aussuchen und dafür mit einem Betreuer oder einem Ehrenamtlichen „auf Tour“ gehen dürfen.

Um Inklusion im weiteren Sinne geht es auch im Mehrgenerationenhaus in Weil-Friedlingen. In dem Begegnungszentrum liegt der Schwerpunkt der Unterstützung zu mehr Selbstständigkeit allerdings weniger bei behinderten Menschen. Hier stehen vor allem junge alleinerziehende Mütter im Mittelpunkt, Menschen mit sprachlichen Problemen aufgrund ihres Migrationshintergrunds oder Senioren ohne Familienanschluss. „Dieses Haus ist eine wichtige Anlaufstelle für alle möglichen Fragen und Sorgen, da die Menschen hier keine Hemmschwelle zu überwinden haben“, berichtete Michael Schmitt-Mittermaier, Geschäftsführer des Diakonischen Werks Lörrach.

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