Kreis Lörrach Wahlsimulation für Jugendliche

Moritz Mond, Leona Strohmeier und Efekan Cahir (r.) finden es gut, dass am Gymnasium Schönau eine Juniorwahl zur Europawahl stattfindet. Referendarin Maria Theresia Greshake (2. v. r.) hat die Wahl initiiert. Foto: Christoph Schennen

Kreis Lörrach - Das Gymnasium Schönau beteiligt sich erstmals an einer Juniorwahl. Sie ist eine Wahlsimulation. Schüler ab der Klassenstufe acht können heute und morgen, 23. und 24. Mai, ein Kreuz hinter der von ihnen favorisierten Partei auf einem Stimmzettel machen. Gewählt werden können die Frauen und Männer, die auch bei der Europawahl antreten.

Initiiert hat die Wahl Maria Theresia Greshake, die bis nächsten Sommer ein Referendariat an der Schule absolviert. „Es gab eigentlich keine freien Plätze mehr“, erzählt sie. „Die Schule hat dann eine Demokratieaktie in Höhe von 250 Euro erworben. Die Demogratieförderung ist eine Leitperspektive im Bildungsplan.“

Mit der Europawahl haben sich die Schüler bereits im Unterricht in den Fächern Gemeinschaftskunde oder Wirtschaft, Berufs- und Studienorientierung (WBS) beschäftigt.

„Bei der Europawahl gilt das Verhältniswahlrecht“, sagt Efekan Cahir aus der Klasse 9c. „Alle Stimmen zählen gleich viel, und alle Erwachsenen dürfen wählen.“ Efekan ist einer von drei Wahlvorständen, die am Donnerstag die Wahl beaufsichtigen. Am Freitag gucken Luana Asal (10c), Yasin Beier (10b) und Manokya Sahir (Jahrgangsstufe 1) nach dem Rechten. Die Wahlvorstände zählen auch die Stimmen aus.

Gewählt wird klassenweise. Die Schüler haben eine Einladungskarte bekommen, auf der ihnen mitgeteilt wurde, wann und wo sie wählen dürfen. Wie bei jeder Wahl gibt es auch ein Wählerverzeichnis, in der jeder Schüler eingetragen ist. Nach der Wahl werfen die Schüler den rechteckigen Zettel in die Wahlurne.

Der Unterricht in den Klassen hat aufgezeigt, welche Bedeutung die Europapolitik hat. „Wenn man wählen darf, beschäftigt man sich automatisch mit den Parteien“, sagt Leona Strohmeier (9c). Sie ermittelt via Wahl-O-Mat, welche Partei ihre Interessen am ehesten vertritt. Moritz Mond, wie Leona 14 Jahre alt und Schüler der 9c, will sich mit den kleineren Parteien, die nicht so häufig in den Medien sind, beschäftigen, ehe er sich entscheidet, wen er wählt. Er weiß, dass die Flüchtlingsverteilung auf europäischer Ebene geregelt wird. Efekan hält es für wichtig, dass die europäischen Länder gemeinsam vorgehen, wenn es um den Schutz des Klimas geht.

Die Ergebnisse werden am Montag in der Schule bekanntgegeben. In den Klassen werden die Ergebnisse dann auch noch einmal besprochen. Auch bei den Fünftklässlern stößt die Wahl auf Interesse, sagt Maria Theresia Greshake. „Allein durch die Präsenz des Stimmzettels und des Wahlplakats in der Eingangshalle erreichen mich eine Menge an Fragen“, berichtet die angehende Lehrerin.

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