Kreis Lörrach Weiter freie Fahrt ins Nachbarland

Auch wenn die Corona-Fallzahlen in Deutschland über Grenzwert steigen sollten, besteht für die Bewohner des Landkreises Lörrach keine Quarantänepflicht bei Einreise in die Schweiz.Foto: Marco Fraune Foto: Die Oberbadische

Wer aus ausländischen Grenzregionen in die Schweiz einreist, soll nicht in Quarantäne müssen – auch dann nicht, wenn die Region hohe Corona-Fallzahlen zu verzeichnen hat. Der Schweizer Bundesrat hat gestern diese Ausnahme von der Quarantänepflicht beschlossen.

Regio (sda). Seit Wochen steigt sowohl in der Schweiz als auch im umliegenden Ausland das Corona-Infektionsrisiko. Die Staaten geraten zunehmend unter Druck, neue Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie zu treffen. Der Bundesrat in Bern setzt seit längerem auf Quarantäneregeln für Einreisende aus Risikoländern. Nun hat er diese Regeln für jene aus den Nachbarstaaten Frankreich, Deutschland, Italien, Österreich und Liechtenstein präzisiert.

Generell gilt: Wer aus den Grenzregionen dieser Länder einreist, muss nicht in eine zehntägige Quarantäne. Zudem sollen keine zusätzlichen Kontrollen an der Grenze eingeführt werden. „Die Grenzregionen sollen von der Aufnahme auf die Liste ausgenommen werden“, schreibt der Bundesrat. Dies geschehe jedoch nicht , wenn im grenznahen Ausland „ein Hotspot“ entstehe.

Von den Nachbarländern werden künftig jeweils nur Regionen, nicht aber das ganze Land auf die Risikoliste des Bundesamts für Gesundheit (BAG) gesetzt. Das geschieht dann, wenn die Corona-Fallzahlen über dem Grenzwert von 60 Neuinfektionen pro 100 000 Personen liegen, wenn verlässliche Informationen fehlen oder wenn aus den Regionen wiederholt infizierte Personen in die Schweiz eingereist sind. Das steht in einer entsprechenden Verordnung.

Klar ist aber: Grenzgänger werden – wie bereits jetzt schon – von der Quarantänepflicht ausgenommen. Andere Länder handhaben das ähnlich.

Mit dem regionalen Ansatz trage der Bundesrat einerseits den zum Teil steigenden Infektionszahlen und andererseits der engen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Verflechtung in den Grenzregionen Rechnung, heißt es in einer Mitteilung. „Der Bundesrat setzt weiterhin auf die Eigenverantwortung der Bevölkerung“, wie es in der Mitteilung weiter heißt. Diese solle Reisen in Risikogebiete wenn immer möglich unterlassen.

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