Steinen-Hägelberg. Von der Vision bis hin zum erfolgreich abgeschlossenen Projekt ging es nur ein paar Jahre – das Hägelberger Nahwärmenetz der „Energie aus Bürgerhand Hägelberg eG“ (EABH) hat seit 2007 eine rasante Entwicklung gemacht.

2007 fand nämlich die erste Bürgerinformation zur Nahwärmeidee statt. Anfang 2011 war Baubeginn, im November des gleichen Jahres die erste Wärmelieferung, und bei der fünften Generalversammlung konnten die Genossen verkünden: „Wir schreiben schwarze Zahlen.“

Thilo Merkt ließ das Jahr 2013 aus Sicht des Vorstands Revue passieren. Mehr als 1200 Stunden Arbeit liegen hinter den Vorstandsmitgliedern, doch die Mühe hat sich gelohnt: Im Februar konnte der 111. Wärmelieferungsvertrag abgeschlossen werden, heißt es in einer Pressemitteilung zur Versammlung.

Der letzte Bauabschnitt zögert sich dagegen noch etwas hin. Abstimmungsprobleme zwischen den Baufirmen und die Tatsache, dass die Genossenschaft sich den gemeindlichen Bauarbeiten angeschlossen und somit kaum Einfluss auf die Vorgänge hat, erschweren den Prozess. Merkt betonte allerdings, dass sich die betroffenen Kunden und Anwohner trotzdem jederzeit mit ihren Sorgen und Nöten an alle Verantwortlichen wenden können, heißt es in einer Pressemitteilung zur Generalversammlung.

Die Arbeit des Aufsichtsrats stellte Jürgen Rösch vor. „Wir sind hier, weil wir die Energiewende realisiert haben“, betonte er, und berichtete von zahlreichen Besuchergruppen, die sich sehr interessiert an dem Hägelberger „Leuchtturmprojekt“ zeigten: eine südkoreanische Delegation, Studenten der Uni Basel, die Staatssekretärin des Umweltministeriums, um nur einige zu nennen. Nach Abschluss des Projektes wollen sich die Mitglieder der Gruppe „Öffentlichkeitsarbeit“ verstärkt mit dem Thema „Consulting“ beschäftigen, um interessierten Kommunen und Projekten mit dem erarbeiteten Know-how unter die Arme zu greifen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Claus Burger dankte besonders den vielen freiwilligen Helfern, ohne die das Hägelberger Projekt schwer zu realisieren gewesen wäre: Anita Wiese-Körner, Arjen Suvaal, Günther Körner, Florian Trinler, Detlef Hann, Marcel Grüterich, Wilfried Falkenberg, Florian Wiegand, Stephanie Senn und Willi Keim erhielten eine kleine Anerkennung für ihre engagierte Arbeit.

Personell gab es einige einschneidende Neuerungen: Die Vorstände Thilo Merkt und Markus Albiker, von Beginn an dabei, traten von ihren Ämtern zurück, werden der Genossenschaft aber weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Der Vorstand macht nun mit einem bewährten Trio weiter, mit Gunther Braun als neuem Vorstand sowie Manfred Ruf und Walter Müller.

Aufsichtsrat Hans-Georg Koger legte ebenfalls sein Amt nieder. Neu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Stephanie Senn. Im Aufsichtsrat sitzen außerdem Claus Burger, Jürgen Rösch, Dieter Hann, Dieter Trinler und Bernd Bühler.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.eabh.de.