Kreis Lörrach Zeit und Erfahrung

Menschen mit Behinderung können in Inklusionsbetrieben eine neue Aufgabe finden. Foto: Archiv

Kreis Lörrach - Der Inklusionsbetrieb Inga Service GmbH des Landkreises, der Anfang vergangenen Jahres mit 90 Beschäftigten – davon zehn mit Schwerbehinderung –­ seine Aktivitäten aufnahm, senkt seine Beschäftigungsquote von Menschen mit Behinderung.

Zunächst war vorgesehen, bis zum Jahr 2021 einen Anteil von 30 Prozent zu erreichen. Wie Eigenbetriebsleiter Reinhard Heichel in der jüngsten Sitzung des Sozialausschusses berichtete, ist man bei der Aufstellung des Wirtschaftsplans für 2019 aber vom Ziel abgerückt. Er verwies auf eine Quote von 20 Prozent bis zum Jahr 2022. Zuvor war man davon ausgegangen, dass eine Beschäftigungsquote von 30 Prozent erreicht werden müsse, damit die IngA als Inklusionsunternehmen anerkannt werden kann.

Das hat sich mittlerweile geändert, denn der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) erkennt seit 1. Juli vergangenen Jahres alle Abteilungen, in denen Menschen mit Behinderung arbeiten, als Inklusionsabteilung an. Das bedeutet, dass für diese Abteilungen Zuschüsse beantragt werden können.

Weiter sieht es der KVJS als schwierig an, die ursprünglich anvisierte Beschäftigungsquote zu erreichen. Die Entwicklung brauche Zeit und Erfahrung. Nach Auffassung des KVJS sollte die Einstellung Betroffener im Rahmen der geschaffenen Inklusionsabteilungen einen längeren zeitlichen Korridor vorsehen. Nur so könnten erfolgreiche Bedingungen für eine Inklusion geschaffen werden.

CDU-Kreisrätin Diana Stöcker nannte die Begründung nachvollziehbar, gleichzeitig werde das Ziel aber nicht aus den Augen verloren. Franz Kiefer (FDP) merkte an, dass es bei der Außendarstellung noch Luft nach oben gibt. Er regte an, das Konzept der Öffentlichkeit näher vorzustellen, was laut Heichel zukünftig auch in Form verschiedener Maßnahmen geschehen soll.

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