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Kultur Festival für den Blues

Gabriele Hauger
Rosedale aus Frankreich Foto: Bruno Calendini

Das Programm des siebten Dreyland-Bluesfestivals steht: Mitte August werden Rheinfelden, Schopfheim und Wehr bespielt. Dieses Jahr liegt der Schwerpunkt auf dem Festivaltitel „Dreyland“, aus dem die Musiker stammen.

Das Festival ist für den Blues Award nominiert. Und das ist der wohl renommierteste deutsche Bluespreis, betont der Programm-Verantwortliche Manfred Bockey. Dies zeige, dass das Dreyland-Bluesfestival zunehmend auch überregional beachtet werde.

Erstmals in Rheinfelden

Drei Abende an drei verschiedenen, sehr charismatischen Orten, dazu jeweils ein Doppelkonzert mit Bluesgrößen und ein Gastro-Angebot: Der Verein Exbluesive stemmt ehrenamtlich einiges. Das alles aus Liebe zur großen Vielfalt des Blues.

Ursprung des Festivals war das Jubiläumsfest der Partnerstädte Schopfheims 2017. Inzwischen sind weitere Städte mit im Boot, dieses Jahr erstmalig Rheinfelden, wo das Tutti-Kiesi Gelände bespielt wird.

Vom 17. bis 19. August wird ein musikalischer Stilmix geboten, der die große Bandbreite des Blues umfasst. Denn Blues ist viel mehr als sensible Melancholie. Dazu gehören genauso Blues-Rock, Soul, Afro-Style, Funk und Americana. All dies soll auch bei der diesjährigen Festivalauflage zu hören sein.

Auftakt in Rheinfelden

In den vergangenen Jahren war das Festival teilweise chronologisch der thematischen Entwicklung des Blues in den USA nachgegangen: vom Motto „Aus Afrika ins Delta“ bis zu Blues in Chicago oder Detroit. Geboten wurde zudem eine Hommage an Jimi Hendrix sowie im vergangenen Jahr die Fokussierung auf gestandene Bluesgrößen neben der aufstrebenden jungen Generation.

Der Auftakt der diesjährigen Auflage ist bereits am Donnerstag in Rheinfelden. „Blue Deal“ aus Südbaden spielen satten Blues-Rock. In der Formation spielen gestandene Musiker mit viel Erfahrung neben Neulingen. Der Lohn dafür: eine Nominierung für die Challenge des German Blues Award 2023.

Popa Chubby ist das Zugpferd des Abends. Extra eingeflogen, gilt er als der Verrückte aus den USA“, sagt Bockey. 30 Jahre Blues, Rock und Soul will er in Rheinfelden feiern. Und präsentiert derzeit mit seinem aktuellen Album „Emotional Gangster“ die ganze Bandbreite zwischen Wut und Sanftmut, Rock und Blues. Popa Chubby verbindet virtuoses Gitarrenspiel mit faszinierendem Songwriting und die Wurzeln des Blues mit urbanen Elementen. Ein spannender Abend, finden Manfred Bockey und der Vereinsvorsitzende Josef Wagner.

Frauenpower

Echte Frauenpower gibt es wieder im Schopfheimer Stadtpark am Abend darauf. Eine Ladies Night mit den wohl besten Schweizer Musikerinnen der Bluesszene, versprechen die Veranstalter. Lilly Martin ist gebürtige New Yorkerin, stammt aus einer kubanischen Musikerfamilie und hat in der Schweiz ihre zweite Heimat gefunden. Ihr urbaner Blues und Soul ist von der musikalischen Vielfalt ihrer Herkunft geprägt. Sie präsentiert mit Multiinstrumentalist Michael Dolmetsch Soul-Blues mit Einflüssen aus Gospel, R&B sowie Motown.

Von der Straße zur Bühne

Justina Lee Brown ist eine echte Powerfrau, schwärmt Manfred Bockey. Sie hat sich im harten Überlebenskampf als Straßenkind in Lagos durchgebissen. Dank ihrer bemerkenswerten Stimme hat sie es auf die Bühnen Europas geschafft. Ihr Afro-bluesiger Soul gilt als echtes Live-Erlebnis.

Am Samstagabend in Wehr auf dem Talschulplatz spielt die französische Band Rosedale mit ausdrucksvollem, variantenreichen Gesang und virtuosen Gitarrenlicks. Die junge Band will mit ihrem Mix aus Blues, Rock und ein bisschen Pop begeistern.

Leon Biel aus den USA wurde in die Gospelmusik hineingeboren. Er sang in Kirchenchören und bietet klassischen Soul und Rhythm&Blues mit viel Authentizität. Begleitet wird er von der Luca Giordano Band aus Italien.

17. bis 19. August: 19 Uhr, Einlass ab 17.30 Uhr; Das Festival ist bewirtet. Karten: 23 Euro (VV), Festivalpass: 60 Euro; Vorverkauf unter https://eventfrog.de/dreylandbluesfestival

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