Kultur Spannender Roman

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Die Autorin Foto: zVg/Lionel Weitnauer

Pünktlich zum Sommeranfang hat die Basler Autorin Elsa Zett ihren neuen Roman veröffentlicht.

Der passende Titel des Werks: „Als der Bambus erwachte“. Der wuchernde Bambus, den manche Hobbygärtnerinnen und Grundbesitzer in der Region kennen und fürchten gelernt haben – oder noch lernen werden – spielt im Buch die Rolle eines fiesen Gegenspielers, der die Helden am Erreichen ihrer Ziele hindert. Diese Helden sind Flint und Teresa, die ihr Leben lang vom Aussteigen und vom friedlichen Arbeiten auf dem Land geträumt haben.

In der Wirklichkeit treffen sie auf ein verwahrlostes Grundstück und eine unausrottbare Bambuswucherung. Daneben halten die Natur, das Schicksal und die Mitmenschen eine Reihe von weiteren Herausforderungen bereit. Um das Aussteigerprojekt zu finanzieren, haben sich die beiden auf eine verhängnisvolle Wette eingelassen.

Wettlauf gegen die Zeit

Und auch die Beziehung zu den hilfsbereiten Nachbarn bringt ihnen nicht immer Glück.

Was als Verwirklichung eines Lebenstraums beginnt, wird nicht nur zum Kampf gegen wuchernde Pflanzen und gefräßige Tiere, sondern zu einer Frage des Überlebens und zu einem Wettlauf gegen die Zeit.

Kein Gartenratgeber

Wer eine Anleitung zur Bekämpfung einer Bambuswucherung sucht, kann in dem Roman sogar fündig werden. Aber das Buch ist beileibe kein Gartenratgeber. Es ist das spannend erzählte Drama eines Aussteigerpaares, das sich so schnell nicht unterkriegen lässt. Es geht um menschliche Verstrickungen, Katastrophen und Schicksalsschläge oder, um es mit John Lennon zu sagen, um das, was uns zustößt, während wir ganz andere Pläne machen.

Die Autorin

Die Autorin mit dem Pseudonym Elsa Zett wurde in Basel geboren und lebt und schreibt schon lange wieder dort. Sie studierte Psychologie und Pädagogik und arbeitete in verschiedenen Berufen, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. In ihrem ersten Buch – „Der Fall Anouk“, 2023 – war es eine Zeitungsnotiz, die den Anstoß zu einem ganzen Roman gab.

Dagegen verdankt „Als der Bambus erwachte“ seine Entstehung eigenem schmerzlichem Erleben. Im kleinen Garten hinter ihrem Haus kämpfte sie jahrelang gegen eine wuchernde Bambushecke. Sie lernte dabei, diesen Gegner zu fürchten, aber auch zu bewundern. Und es entstand der Plan, über den mächtigen Bambus zu schreiben.

Elsa Zett, Als der Bambus erwachte, 368 Seiten, Taschenbuch 16 Euro, E-Book 7.99 Euro, im Buchhandel und online

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