Kuriose Tradition Finnisches Biertreiben auf Fluss nahe Helsinki

In Schlauchbooten über den Fluss Vantaanjoki - mit Bier. Foto: Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa Foto: dpa

Helsinki - Ob Luftgitarren-WM oder Frauentragen: Wenn es um kuriose Veranstaltungen geht, dann sind die Finnen meistens ganz weit vorne mit dabei.

Viele der traditionellen Sommervergnügen der Finnen müssen wegen der Corona-Pandemie in diesem Jahr aber ausfallen - doch eine ungewöhnliche Veranstaltung haben sie am Wochenende dennoch über die Bühne gebracht: Etwa 1000 Menschen haben sich nach Angaben der Zeitung "Helsingin Sanomat" am Samstag am Kaljakellunta, dem alljährlichen Biertrinken im Gummiboot oder auf anderen schwimmenden Unterlagen auf einem Fluss bei Helsinki, beteiligt. Der Polizei zufolge lief alles reibungslos ab, wie die Zeitung berichtete.

"Kaljakellunta" bedeutet im Grunde, sich biertrinkend auf einem Gewässer treiben zu lassen. "Kalja" ist Finnisch für Bier, "kellunta" steht für "treiben". Die Veranstaltung wurde 1997 von ein paar Freunden ins Leben gerufen und ist seitdem immer weiter gewachsen, so dass zu Spitzenzeiten bis zu 5000 Teilnehmer dabei waren. Auch in anderen finnischen Orten fing man in den vergangenen Jahren an, ein ähnliches Biertreiben zu veranstalten.

Seit Samstag sind in Finnland wieder öffentliche Veranstaltungen und Versammlungen mit mehr als 500 Menschen erlaubt. Auf der Webseite zum Kaljakellunta wurde angesichts der Pandemie darauf hingewiesen, dass die Veranstaltung keinen offiziellen Organisator habe und deshalb auch nicht abgesagt werden könne - schließlich könnten die Leute einfach mit ihrem Gummiboot aufkreuzen und darin Bier trinken.

© dpa-infocom, dpa:200802-99-15610/2

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