Lörrach 86,7 Prozent für Jörg Lutz

Marco Fraune

Applaus brandete am Sonntagabend um 19:04 Uhr vor dem Sitzungssaal im Rathaus auf, als Jörg Lutz gemeinsam mit seiner Familie freudestrahlend zu den wartenden Gästen schritt. Mit überdeutlichen 86,7 Prozent hatte der Oberbürgermeister zuvor einen klaren Arbeitsvertrag für die nächsten acht Jahre beim Urnengang erhalten.

Von Marco Fraune

Lörrach. Schon als die ersten Zahlen aus den Wahlräumen öffentlich wurden, war der Weg in Richtung 80 plus X Prozent vorgezeichnet. Claus Seibt landete zum Schluss bei 8,1 Prozent, Klaus Springer bei 3,1 Prozent. Von Beginn der Auszählung an blickten die Anwesenden auch vor allem auf die Wahlbeteiligung, die letztlich bei mageren 20,4 Prozent lag, vor acht Jahren waren es beim noch deutlich spannenderen OB-Wahlkampf 30,1 Prozent.

Obwohl Lutz am letztmöglichen Bewerbungstag noch zwei Gegenkandidaten erhielt, war genau die Frage der Anzahl der abgegebenen Stimmen ein zentraler Punkt. Von 37 095 Wahlberechtigten machten letztlich 7553 ihr Kreuzchen. Lutz hob in seiner ersten Rede als wiedergewählter OB auch genau darauf ab, dass er für eine passende Wahlbeteiligung „geackert“ habe.

Von seinen 86,7 Prozent sei er „echt überwältigt“. Seine Freude darüber war nicht nur in seiner Mimik deutlich erkennbar, sondern auch in seinen Worten. „Das Ergebnis bedeutet mir wirklich viel. Das hätte ich mir so nicht träumen lassen.“

Weder Seibt noch Springer lassen sich blicken

Von beiden Herausforderern war hingegen gegen 19.10 Uhr vor dem Sitzungssaal weder bei der Bekanntgabe des vorläufigen amtlichen Endergebnisses durch Wahlleiterin Monika Neuhöfer-Avdic etwas zu sehen, noch als etliche Minuten später die Stadtmusik unter dem Dirigenten Phillip Boyle aufspielte, waren die Herren Herausforderer anwesend.

Jörg Lutz konnte hingegen glücklich strahlend mit einem Glas Sekt in der Hand gemeinsam mit seiner Frau Judith sowie seinen Töchtern Luisa und Elena auf den Wahlerfolg anstoßen. Unter den Gratulanten befanden sich neben Landrätin Marion Dammann auch Weils OB Wolfgang Dietz, Steinens Bürgermeister Gunther Braun, Inzlingens BM Marco Muchenberger sowie örtliche politische Spitzenvertreter.

"Die Konkurrenz war keine"

Neuhöfer-Avdic zeigte sich im Gespräch mit unserer Zeitung zufrieden mit dem Ablauf der Wahl, die „absolut reibungslos“ verlaufen sei. Die Beteiligten hätten einen „tollen Dienst an der Demokratie“ geleistet. Außerdem sei sie froh, dass angesichts von drei Kandidaten eine Wahl bestand und auch ein fairer Wahlkampf geführt worden sei.

Die Qualität der Gegenkandidaten wurde jedoch auch kritisch kommentiert, wie von Grünen-Fraktionschefin Margarete Kurfeß: „Der Wahlausgang war nicht anders zu erwarten. Die Konkurrenz war keine.“

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