Am Wochenende des 3. und 4. November organisiert das Schülerforschungszentrum Phaenovum zum dritten Mal den Roboter-Wettkampf „RoboRave“.

Von Regine Ounas-Kräusel

Lörrach. Fest angemeldet haben sich bisher 25 Schülerteams. Die meisten kommen aus dem Dreiländereck, aber auch jeweils zwei Mannschaften aus Polen und aus Ägypten und sogar drei Teams aus China reisen an. Am Sonntag sind in der Tumringer Halle auch Zuschauer willkommen.

„Wir freuen uns über diesen Zuwachs an Teams“, sagte Helga Martin, Geschäftsführerin des Phaenovum, bei einem Pressegespräch am Donnerstag. Die chinesischen Teilnehmer kämen direkt aus Peking, berichtete Projektleiter Lars Möllendorf. China sei der zweitgrößte Standort der internationalen RoboRave-Bewegung. Beim ersten Roboterwettbewerb in Lörrach im Jahr 2016 hatten ausschließlich Teams aus dem Phaenovum und aus dem Dreiländereck teilgenommen, 2017 kam bereits eine Mannschaft aus Ägypten hinzu.

Teilnehmen können Schüler im Alter von zehn bis 20 Jahren in zwei Altersklassen. In vier Wettkampfklassen, den „Challenges“, lösen sie mit ihren selbst gebauten Robotern verschiedene Aufgaben. Das „Jousting“ erinnert an mittelalterliche Ritterkämpfe. Zwei Roboter fahren aufeinander zu und müssen den „Ritter“ des Gegners, eine am Gerät befestige Aluminiumflasche, herunterstoßen. Bei anderen Challenges folgen die Roboter Linien auf dem Boden und müssen dabei in drei Minuten möglichst viele Tennisbälle in einen Turm füllen oder sich zwischen Holzbrettern hindurchbewegen. Beim Wettbewerb „Fire fighting“ müssen sie versteckte Kerzen finden und löschen.

Der „RoboRave“ ist ein offener Wettbewerb. Die Schüler-Teams dürfen selbst gebaute Roboter oder Geräte aus Bausätzen verwenden und auch die Programmiersprache frei wählen. Beim Bau der Roboter lernten die Jugendlichen viel über Programmiersprachen, die Verwendung von Messwerten aus Sensoren und logisches Denken, schilderte Helga Martin. Beim „RoboRave“ geht es aber auch um Teamarbeit und Spaß.

Sami Busch, Mitinhaber der Firma Busch aus Maulburg, findet es wichtig, schon Jugendliche für Technik zu begeistern. Die Industrie brauche technikaffine Mitarbeiter, sagte er. Technologien wie Robotik oder Künstliche Intelligenz könne nur gestalten, wer sich praktisch damit auseinandersetze. Besonders freute sich Sami Busch, dass sich auch elf Mädchen für den „RoboRave“ angemeldet haben. „Auch Mädchen für Technik zu begeistern ist sehr wichtig“, betonte er. Neben der Firma Busch unterstützen die Firmen Endress und Hauser, Reissner Supply Logistics, Energiedienst und die BB-Bank den Wettbewerb.

Insgesamt haben sich bisher 55 Jugendliche in 25 Mannschaften angemeldet. Sechs weitere Teams hätten ihr Kommen zugesagt, berichtete Helga Martin. Bis Montag können sich interessierte Teams noch anmelden.

Phaenovum im Ausschuss

Großen Zuspruch für die Arbeit des Phaenovum bekam Helga Martin am Donnerstagabend im Hauptausschuss von den Fraktionen. Auch Oberbürgermeister Jörg Lutz lobte die Jugend, die mit „Feuer und Eifer“ forsche und Stadt wie Landkreis bei Wettbewerben sehr gut vertrete (wir berichten noch).   Roboterwettbewerb „RoboRave“, Halle Tumringen, 3. Und 4. November. Zuschauer willkommen am 4. November, 10 bis gegen 16.30 Uhr. Anmeldung für Teilnehmer bis 22. Oktober unter www.roborave.de