Lörrach Acrylmalerei, Eisenplastik und Technicolor-Träume

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Erstmals bei einer Ausstellung dabei ist Sarah Brede. Sie lebt in Wittlingen und zeigt in Lörrach einen Teil ihrer Acryl-Gemälde. Foto: Adrian Steineck

Lörrach (ads). Werke vom Acryl-Porträt bis zur Eisenplastik sind derzeit in einer Ausstellung im Rewe-Center am Alten Markt zu sehen. Der Initiator Dieter Korb hat dafür 17 Künstler gewinnen können, die in Form einer Pop-up-Gallery ihre Werke präsentieren (wir berichteten am Freitag). Dabei setzt Korb wie bei früheren Ausstellungen auf eine Mischung aus Jungkünstlern und etablierten Namen.

Zu erster Kategorie gehört Sarah Brede. Die 29-Jährige, die aus Schleswig-Holstein stammt und seit drei Jahren mit ihrer Familie in Wittlingen lebt, präsentiert ihre Acryl-Gemälde von Menschen und Tieren erstmals in einer Ausstellung. Die Bandbreite der menschlichen Emotionen wolle sie mit ihren Bildern darstellen, auch die Mutter ist ein häufiges Motiv ihrer Werke. Es gehe ihr nicht darum, „super-tiefgründige Motive“ zu malen, sagt sie. Vielmehr solle sich die Freude auf ihren Bildern auf den Betrachter übertragen, wie etwa bei dem Bild einer afrikanischen Mutter mit ihrem Kind oder einem der seltenen Tiermotive, der Abbildung eines Löwen. Die Malerei sei für sie ein festes Hobby und bilde einen Ausgleich zum Familienleben, legt sie dar.

Farbenprächtig wie in einem Technicolor-Film der goldenen Ära Hollywoods geht es bei den Acryl-Gemälden von Anastasia May aus Düsseldorf zu. Die Illustratorin mit russischen Wurzeln setzt auf strahlende Farben und will mit ihren Bildern, die stilistisch an den Pop-Art-Künstler James Rizzi erinnern, nach eigener Aussage gute Laune verbreiten.

Der Acrylmalerei verschrieben hat sich auch Tamara Javurek aus Pforzheim, die auf ihren großformatigen Gemälden auch mit Metallic-Farben und Pasten arbeitet. „Meine Kunst ist eine Sinfonie der Farben und Strukturen“, sagt sie und verhehlt nicht, dass ihr das kreative Schaffen auch schon beim Überwinden einer Lebenskrise geholfen hat.

Hunger nach Kunst stillen

Um Farben und Strukturen geht es auch im Schaffen von Yara Maé aus der Schweiz. Ihre Bilder mit Titeln wie „Sternenhimmel“, „Fata Morgana“ oder „Flammenblüten“ geben dem Betrachter keine Interpretation vor, sondern bieten Raum für die eigene Fantasie.

Neben der Malerei hat auch das Figurative seinen Platz. Zwar ist diesmal im Vergleich zu früheren Ausgaben der Pop-up-Gallery mit dem Eisenplastiker Georges Bornschlegl aus Inzlingen nur ein Künstler dabei, der sich schwerpunktmäßig der Plastik verschrieben hat. Dafür aber stellt Ausstellungsmacher Dieter Korb selbst neben seinen Rakelbildern auch ein Werk aus 24 erhabenen Einzelteilen aus. „Ich halte mich selbst immer gerne im Hintergrund, aber weil es diesmal die letzte Pop-up-Gallery an diesem Ort ist, habe ich meinen eigenen Werken mehr Platz eingeräumt“, erklärt er dazu. Zur Ausstellung gehören auch Werke von Doris Jelsch, Silvia Elz, Imke Kämpf, Inez Druminez, Bonito Nyakpo, Judith Blank, Bernd Schwär, Astrid Kolb, Petra Hartmann, Mira Knaup und Summerlove Artworks.

Wenngleich man alle ausgestellten Werke auch kaufen kann, sieht Korb sein Projekt doch in erster Linie als Ausstellungsgalerie. Gekauft wird dennoch. So berichtet Korb im Gespräch mit unserer Zeitung, dass auch schon eine Kundin spontan während des Einkaufs im Rewe-Center in der Galerie vorbeigekommen ist und quasi „im Vorbeigehen“ ein Kunstwerk für 5000 Euro erstanden hat. „Der Hunger nach Kunst ist da, gerade auch jetzt während der Corona-Pandemie“, schildert er die Rückmeldungen der Besucher auf seine Ausstellungen. Die Pop-up-Gallery im Rewe-Center, Am Alten Markt 4, ist Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag von 12 bis 17 Uhr oder nach Vereinbarung unter Tel. 0173 / 65 27 965 geöffnet.

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