Von Silvia Waßmer

Sobald die Adventszeit beginnt, erklingen sie allerorten: Festliche Weihnachtslieder. Diese einmal anders erleben, können Interessierte nun am Freitag, von 18 bis 24 Uhr bei der Verkaufsausstellung „Weihnachtliche Töne sehen“ im Theatersaal des Nellie Nashorn.

Lörrach. Einen Abend lang zeigen dort 32 Künstler des Vereins Bildende Kunst Lörrach (VBK) Werke, die sich mit dem traditionellen Liedgut befassen: Sei es „Oh Tannenbaum“, „Alle Jahre wieder“, „In dulci jubilo“ oder auch „O Heiland, reiß die Himmel auf“. Mehrmals sei auch „Es ist ein Ros entsprungen“ dabei, verraten Vorsitzende Marga Golz und Kuratorin Ellen Mosbacher. Die gezeigten Werke wurden extra für die Ausstellung von den teilnehmenden Künstlern angefertigt und werden an dem Abend auch käuflich zu erwerben sein.

Die Ergebnisse der Bemühungen sind allerdings auch den beiden Vorstandsmitgliedern noch unbekannt. „Wir haben die Bilder selbst noch nicht gesehen“, sagt Mosbacher und betont: „Das wird auch für uns spannend.“

Die Kunstschaffenden waren bei der Umsetzung des Themas „Weihnachtslieder“ in der Wahl ihrer Materialien und Techniken sehr frei, einzig die Größe des Bildes wurde mit maximal 50 auf 70 Zentimeter vorgegeben. Deshalb können sich die Besucher unter anderem auf Aquarelle, Ölgemälde, Pastellbilder oder auch Acrylmalereien freuen. Ebenso werden einige Skulpturen zu sehen sein. „Die Künstler sind alle ganz heiß drauf auszustellen“, verrät Golz schmunzelnd.

Neue Plattform für regionale Künstler

Die Ausstellung im Nellie Nashorn, die auf Staffeleien erfolgen wird, ist ein Versuchsprojekt, das der VBK in diesem Jahr zum ersten Mal gestartet hat. Es gehe dabei auch darum, das Engagement des Vereins für regionale Künstler auf einer anderen Plattform zu zeigen, sagt die Vorsitzende. Deshalb werde auch Glühwein ausgeschenkt und kein Sekt wie bei Ausstellungen im Museum.

„Wir sind dankbar, mit dem Nellie eine andere Plattform für unsere Ausstellung gefunden zu haben“, betont Mosbacher und erklärt, dass es in der Lerchenstadt nicht viele Möglichkeiten außerhalb des Museums für die Präsentation von Kunst gebe. Deshalb hofft sie am Freitag auf „ein buntes Kunsttreiben mit vielen Gesprächen“. Und auch Golz hebt hervor, dass es bei dem Projekt natürlich auch um „Geselligkeit“ gehe.

Die Planungen zu der einmaligen Werkschau begannen bereits im Frühjahr und sind laut Mosbacher „sehr arbeitsintensiv“ gewesen. Sie ist seit etwa einem Jahr im Vorstand des Vereins und hat sich gleich nach der Jahreshauptversammlung für die Planungen gemeldet.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt Annette Beil aus Weil am Rhein.