Lörrach Alles dreht sich um Johann Peter

Volker Habermaier Foto: Gottfried Driesch Foto: Die Oberbadische

Auch die Mitgliederversammlung des Hebelbundes Lörrach am Dienstag im Dreiländermuseum war überschattet vom Coronavirus. Mehrere Mitglieder, auch des Vorstandes, konnten aus dem Elsass und der Schweiz wegen Vorsichtsmaßnahmen oder Reisebeschränkungen nicht erscheinen.

Von Gottfried Driesch

Lörrach. Präsident Volker Habermaier gab einen Überblick über das vergangene Jahr.

Rückblick

Die Veranstaltungen seien sehr gut besucht gewesen. Die traditionelle Festveranstaltung „Schatzkästlein“ stand ganz im Zeichen des Gedichtes „Die Vergänglichkeit“ von Johann Peter Hebel. Im Rahmen der Ausstellung „Burg Rötteln – Herrschaft zwischen Basel und Frankreich“ des Dreiländermuseums stellte Arnold Stadler seine Sicht auf die Hebel-Werke vor. In der Reihe „Literarische Begegnungen“ haben wieder mehr Autoren den Weg nach Lörrach gefunden. Unter dem Motto „Mit Hebel unterwegs“ sind Interessenten durch das Wiesental gestreift.

Ein neues Format wurde durch die Förderung der „Arbeitsgemeinschaft Literarischer Gesellschaften und Gedenkstätten“ (ALG) geschaffen: „Hebel lesen“ mit Markus Manfred Jung, der sich bei der ersten Veranstaltung mit „Die Vergänglichkeit“ befasste. Unter dem Titel „Hebel und die Jugend“ wurde etliches angeboten – aber relativ folgenlos, sagte Habermaier.

Finanzen

Die Ausgaben konnten durch die Einnahmen gedeckt werden, sagte Kassenwart Hanspeter Klicznik. Die Beitragseinnahmen seien zwar rückläufig gewesen, durch Zuschüsse und Spenden habe der Haushalt aber ausgeglichen werden können.

Zusammenarbeit

Wie Museumsleiter Markus Moehring ausführte, leiste das Dreiländermuseum wichtige Grundlagenarbeit zu Hebel. Besonders nachhaltig seien die Onlineverfügbarkeit von rund 200 Hebel-Titeln. In der Dauerausstellung lasse sich das Thema Hebel nur schwer vermitteln. Darum werde er besonders in Sonderausstellungen gewürdigt.

Bemerkenswert sei die Ausstellung „Zeitzeugen und Pioniere der Mundart – Jonas Breitenstein und sein Vorbild Johann Peter Hebel“, die noch bis zum 14. Juni im Dichter- und Stadtmuseum Liestal gezeigt wird.

Nationalsozialismus

Im Rahmen der Sonderausstellung „Kunst und Nationalsozialismus“ (9. Mai bis 18. Oktober) im Dreiländermuseum findet am 28. Juni die Lesung „Emigration, Exil und Flucht“ mit Helene und Frieder Liebendörfer statt. Es werden Texte von zahlreichen von den Nazis verfolgten Schriftstellern gelesen. Veranstalter ist der Hebelbund.

Aus dem Kreis der Mitglieder wurde die Frage gestellt, ob die Hebelpreisträger in der Zeit des Nationalsozialismus schon einmal kritisch unter die Lupe genommen worden seien. Möglicherweise müsse man einen Hebelpreis postum wieder aberkennen. Die Anregung wurde aufgenommen.

Ausblick

Im kommenden Jahr wird der Hebelbund laut Habermaier die Zahl der Veranstaltungen leicht reduzieren. Man wolle kein Überangebot machen. Die bewährte Reihe der „Literarischen Begegnungen“ soll fortgeführt werden.

Aufgeregte Zeiten erfordern seriöse und umfassende Informationen und deren Einordnung! Jetzt HIER anfordern.

Umfrage

npwi_wb_arbeitsplatz_161113.jpg

Die Diskussion um ein Ausstiegsszenario aus dem Lockdown wird immer lauter. Insbesondere die Wirtschaft will bald wieder zur Normalität zurückkehren. Rechnen Sie mit mit einer baldigen Besserung der wirtschaftlichen Lage nach der Pandemie?

Ergebnis anzeigen
loading