Lörrach Alternativen zum eigenen Auto

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Ein E-Auto wartet an einer Lörracher Ladestation auf den nächsten Car-Sharing-Kunden Foto: Markus Greiß

Lörrach (gr). Wie geht Car-Sharing, Strom tanken und ein Leben ohne eigenes Auto in Lörrach? Der Runde Tisch Klima, der sich als Forum der Lörracher Bürgerschaft, Politik und Wirtschaft zur Verringerung des ökologischen Fußabdrucks versteht, beleuchtete diese Frage am Donnerstagabend in einer Videokonferenz.

Cornelia Kammerlander von my-e-car und Nils Hoesch vom Stromversorger Energiedienst stellten das Car-Sharing-Angebot und das öffentliche Ladenetz in der Lerchenstadt vor, während Diana und Uli Berg von ihrem Verzicht aufs Privatauto berichteten.

Die Bergs entschieden sich für eine Mitgliedschaft beim Car-Sharing-Anbieter Stadtmobil Südbaden – und schafften ihr eigenes Fahrzeug ab. „Sehr günstig“ sei dies für die Familie, es stünden „viele Autos in der Nähe“ und das Handling mit der Buchungsapp sei leicht, umrissen die beiden ihre Erfahrungen. Etwas mehr Planung brauche es aber zumindest am Sonntag, wo Autos mitunter nicht spontan verfügbar seien.

Stadtmobil Südbaden bietet im Landkreis neben konventionellen Carsharing-Autos unterschiedlicher Größe über sein mit dem Energiedienst betriebenes Unternehmen my-e-car auch Elektrofahrzeuge an.

Laut Cornelia Kammerlander, Regionalbetreuerin bei my-e-car und Stadtmobil Südbaden, haben die E-Autos eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern.

Ein Car-Sharing-Auto ersetze bis zu 20 private Pkw, unterstrich Kammerlander den positiven Umwelteffekt. Nach einmaliger Registrierung und Ausstellung einer Kundenkarte könne man das benötigte Fahrzeug per App oder über die Website www.my-e-car.de buchen und mit der Kundenkarte öffnen. Für die Nutzung fällt ein Stundenpreis von anfänglich fünf Euro an, in dem alle Leistungen inklusive 50 Freikilometer inbegriffen sind.

Geladen werden die Autos über Stromtankstellen des Versorgers Energiedienst. Wie Nils Hoesch, Leiter Elektromobilität, ausführte, betreibt das Unternehmen 180 öffentliche Ladesäulen in Südbaden und zehn im Lörracher Stadtgebiet, die mit hundert Prozent Ökostrom gespeist werden.

Dass beim Ausbau des Ladenetzes und der Erweiterung des Car-Sharing-Kundenkreises noch Luft nach oben ist, verdeutlichte die Diskussion. So wurde etwa der Wunsch nach dem möglichst schnellen Bau weiterer Ladestationen für die Besitzer privater E-Autos geäußert. Mit Car-Sharing-Angeboten solle man „dort einsteigen, wo das ÖPNV-Angebot am schlechtesten ist“ – wie beispielsweise am Brombacher Bühl. Eine weitere Anregung lautete, junge Leute gezielt über soziale Netzwerke für Car-Sharing-Angebote zu gewinnen.   www.my-e-car.de

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