Lörrach Anwohner sollen mitplanen

Die Stadt Lörrach lädt gemeinsam mit der Internationalen Bauausstellung Basel 2020, der Gemeinde Riehen und dem Kanton Basel-Stadt am 5. Mai an den Zoll Lörrach-Riehen zum Tag der Städtebauförderung ein. Ab dem 23. April werden Anwohner und Passanten im Quartier beiderseits der Grenze interviewt.

Lörrach. Beim bundesweiten Aktionstag des Bundesbauministeriums, der Länder, des Deutschen Städtetags und des Deutschen Städte- und Gemeindebunds stellen alle Kommunen ihre mit Mitteln der Städtebauförderung geplanten Projekte vor. Auch das IBA Projekt Am Zoll Lörrach-Riehen wird durch das Bundesförderprogramm „Nationale Projekte des Städtebaus“ gefördert. „Wir nutzen dieses Jahr gerne die Einladung aus Berlin, uns mit diesem grenzüberschreitenden Projekt wieder der Öffentlichkeit zu präsentieren“, so Oberbürgermeister Jörg Lutz.

Bereits zur IBA-Zwischenpräsentation im September 2016 hatten die Stadt Lörrach, die Gemeinde Riehen und die IBA Basel einen Bürgerrundgang zu den Ergebnissen des städtebaulichen Ideenwettbewerbs organisiert. „Der Aktionstag bietet der regionalen Bevölkerung die Möglichkeit beispielhafte grenzüberschreitende IBA Projekte kennenzulernen und zu erleben“, führt Monica Linder-Guarnaccia, Geschäftsführerin der IBA Basel, aus.

Sichtweise der Anwohner ist gefragt

„Jetzt ist die Sichtweise der Anwohner sowie der interessierten Öffentlichkeit auf den Stadtraum beiderseits der Grenze gefragt“, erklärt die Leiterin des Fachbereichs Stadtentwicklung und Stadtplanung Monika Neuhöfer-Avdic: „Wie wird dieser Stadtraum wahrgenommen, wie wird er genutzt, welche Orte sind wichtig?“ Diese Perspektive der Anwohner als Experten ihres Quartiers soll die Sichtweise der Planung auf den Ort erweitern.

Dazu wird für rund drei Wochen das Büro Denkstatt aus Basel mit zwei Stadtforscherinnen beiderseits der Grenze Passanten sowie Anwohner aufsuchen und deren Perspektiven und Geschichten vor Ort sammeln. Die Aussagen werden bildlich umgesetzt, und so entsteht von dem Ort eine „Schatzkarte“ des lokalen Wissens. Zum Abschluss werden die Aussagen in einem Bericht zusammengefügt, der auf der städtischen Homepage veröffentlicht wird und in die weiteren Planungen einfließen soll.

Als Anlaufstation und Arbeitsort für das Büro dient ein „IBA KIT“, ein mit großen Glasflächen versehener Container der IBA, neben dem historischen Zollhaus, Basler Straße 4. Die Stadtforscherinnen starten ihre Arbeit ab dem 23. April. Die Anwohner werden vor Beginn mit einer Postwurfsendung auf die Aktion hingewiesen.

Offizielle Eröffnung ist am 5. Mai

Am Samstag, 5. Mai, findet ab 14.30 Uhr die offizielle Eröffnung mit Oberbürgermeister Jörg Lutz, Guido Vogel, neuer Vizepräsident des Gemeinderates in Riehen und Monica Linder-Guarnaccia, Geschäftsleiterin der IBA Basel, statt. Dabei können die ersten Ergebnisse der „Schatzkarte“ begutachtet werden.

Ein Rahmenprogramm mit Führungen im Projektgebiet rundet den Aktionstag ab. So lädt die Gemeinde Riehen um 15.30 Uhr zu einer historischen Führung „Riehen... grenzüberschreitend: Von Grenzsteinen, Flüchtlingen und Schmugglern“ ein.

Der Behindertenbeirat der Stadt Lörrach bietet um 16 Uhr eine Blindführung an, bei der man das Quartier mit „anderen Augen“ erleben kann.

Daneben stehen auch Informationen zum Projekt „Am Zoll Lörrach-Riehen“ zur Verfügung. Zentrale Themen sind hierbei die Bewegung, der Übergang und die Mobilität. Auch das Projekt selbst ist in Bewegung, da sich die Rahmenbedingungen durch externe Planungen, wie beispielsweise die Verkehrsinfrastruktur, ändern. Eine Ausstellung im IBA KIT zeigt den aktuellen Projektstand.

Auch über den Tag der Städtebauförderung am 5. Mai hinaus werden Beschäftigte der Stadt Lörrach und der Gemeinde Riehen vor Ort präsent sein und für Fragen der Bürgerschaft zum Projekt bereit stehen. Hierfür ist das IBA KIT am 3., 4., 8. und 9. Mai jeweils von 16 bis 18 Uhr geöffnet. Auch die Arbeit an der „Schatzkarte“ wird an diesen Tagen noch weitergeführ

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