Lörrach Asbest, Teer und Fasern müssen weg

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 Foto: Kristoff Meller

Die Stadt hat den Rückbau und die Entsorgung der Schadstoffe in erhaltenswerten Bauten auf dem Lauffenmühle-Areal ebenso wie den Abriss von Gebäuden aufgegleist. Die Gesamtkosten werden mit knapp 1,7 Millionen Euro beziffert. Am Donnerstag kommt die Vorlage in den Gemeinderat.

Lörrach (bk). Die Verwaltung macht bei der Entwicklung des Lauffenmühle-Areals Tempo – angesichts der vertraglichen Vereinbarungen muss sie das auch, denn: „Um einen Großteil der Kosten vom vorigen Grundstückseigentümer bis Januar 2023 zurück zu erhalten, müssen die Arbeiten für den ersten Bauabschnitt zeitnah umgesetzt werden, weshalb sie auf Basis einer Kostenschätzung bereits ausgeschrieben werden mussten“, erläutert Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic in der Sitzungsvorlage.

Schon im April hatte der Gemeinderat den Sachstand zur Schadstoffanalyse und Bausubstanz zur Kenntnis genommen und dem vorgeschlagenen Abbruch von Gebäudesubstanz zugestimmt – einschließlich der Einleitung damit einhergehender Maßnahmen.

Zuvor war das Büro HPC beauftragt worden, als Entscheidungsgrundlage die Bausubstanz zu untersuchen sowie „ein Gutachten zu erstellen, die Kosten für die Schadstoffentsorgung zu ermitteln, die Planung für die Schadstoffsanierung und Rückbauarbeiten auszuführen sowie deren Ausführung zu überwachen“, so Neuhöfer-Avdic.

Bei der Untersuchung wurden vor allem asbesthaltige Schadstoffe (Asbestzement, Dach- und Fassadenplatten, Dichtungen, Fensterkitt, Fliesenkleber und Dichtschnüre), Teere (Teerkork-Isolierung, Teerpappen sowie Gussasphalt) und Künstliche Mineralfasern (KMF) als Dämmung gefunden, die im ersten Bauabschnitt ausgebaut und entsorgt werden sollen. „Dafür müssen unter anderem alle verkitteten Glasscheiben unter Schutzmaßnahmen ausgebaut und die Öffnungen wieder provisorisch geschlossen werden. Die zementgebundenen Dach- und Fassadenplatten müssen rückgebaut und die Gebäudehülle wieder soweit geschlossen werden, dass kein fremder Zugang möglich ist. Als weitere Maßnahme werden die internen Versorgungsleitungen zurückgebaut, um die Dämmungen und Dichtschnüre entsorgen zu können. Ziel ist es, die Gebäude möglichst in einen Rohbauzustand zu bringen“, erläutert die Bürgermeisterin. Und: Als erstes Bauwerk soll die Elektrowerkstatt saniert werden. Hierfür sollen nun die entsprechenden Schritte eingeleitet werden.

In den Jahren 2023 bis 2024 sollen die weiteren Bauabschnitte umgesetzt werden.

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