Lörrach Auf den Spuren der Nordlichter

Anja Bertsch
Endlich wieder auf der Bühne: Die Lörracher Stadtmusik präsentierte sich beim Jahreskonzert am Samstag im Burghof unter neuer Leitung gewohnt professionell. Foto: zVg

Nach zwei Jahren coronabedingtem Schmalspurprogramm und einem großen Umbruch durch den Weggang des langjährigen Dirigenten Ulrich Winzer feierte die Lörracher Stadtmusik am Samstag im Burghof unter Leitung des Gastdirigenten Phillip Boyle einen gelungenen Wiedereinstieg ins Konzertgeschehen. Mehr als 250 Besucher verfolgten das Jahreskonzert und wussten die musikalische Darbietung mit ausgiebigem Applaus zu würdigen.

Von Anja Bertsch

Lörrach. Unterm Titel „Nordlichter“ setzte das Blasorchester bei der Programmgestaltung ganz spezielle Akzente und nahm seine Zuhörer mit auf eine imaginäre Reise nordwärts – mit für mitteleuropäische Ohren teils durchaus ungewohnten und keineswegs immer gefälligen, durchweg jedoch faszinierenden Klängen. Stimmig auch das atmosphärische und kulinarische „Rahmenprogramm“, das norwegischen Flaggen ebenso im Repertoire hatte wie das norwegische Gebäck.

Buchstäblich tonangebend für die besondere Ausrichtung des Konzertabends war der Mann vorne am Dirigentenpult: der norwegische Dirigent und Posaunist Phillip Boyle. Für dieses Konzert habe er ein Programm gewählt, das ihm sehr am Herzen liege, hatte der in Basel wirkende Musiker vorab erklärt. Bespielt wurden dabei viele verschiedene Facetten der norwegischen Blasmusik – Originalwerke für Blasorchester von norwegischen Komponisten wie Geirr Tveitt oder Olav Berg ebenso mit dabei wie jazzige Bearbeitungen traditioneller Volkstänze. Und während eine Komposition des wohl bekanntestes norwegischen Klassik-Komponisten Edvard Grieg die Eingangspassage gestaltete, fand das Konzert sein Finale im vermutlich bekanntesten Pop-Export Norwegens: „Take on me“ von A-ha.

Den Auftakt des Konzertgeschehens hatte nach alter Tradition die junge Musikergarde – die Orchester-Teenies – unter ebenfalls neuer Leitung von Niels Faltum gestaltet.

Ehrungen

Im Rahmen des Jahreskonzerts wurden zwei aktive Mitglieder für ihre langjährige Treue ausgezeichnet: Posaunist Udo Burger ist seit mehr als 40 Jahren in der Blasmusik aktiv, der Tubist Robert Müller sogar mehr als 50 Jahre. Die Ehrungen nahm Birgit Ludin, Vizepräsidentin des Alemannischen Musikverbandes, vor. Die passende musikalische Würdigung kam in Gestalt der „Festlichen Fanfare“ daher, die das Orchester ihren musikalischen Weggefährten zu Ehren unter Leitung von Vizedirigent Andreas Eckert anstimmte.

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