Lörrach Badespaß mit Auflagen

Lörrach - Endlich Sommer! Groß ist die Freude der Badegäste nach der Öffnung des Parkschwimmbades vor gut zwei Wochen. Trotz weiterhin geltender Beschränkungen durch die Corona-Pandemie genießen sie das Badeerlebnis.

„Die meisten der Badegäste sind dankbar und nehmen die Maßnahmen tapfer hin“, berichtet Sonja Röhrs von der Verwaltung des Bäderbetriebs und ergänzt: „Was uns indes Probleme bereitet hat, sind die unterschiedlichen Nachweis-Formulare. Es gibt keine Einheitlichkeit, was zu Verzögerungen am Einlass führen kann“, erklärt Röhrs.

Ab dem heutigen Freitag entfällt die Testpflicht angesichts der niedrigen Inzidenzwerte jedoch glücklicherweise.

Für das Ehepaar Klaus (88) und Marga Mordhorst (82) – passionierte Schwimmer – „war der Schwimmbadbesuch noch nie so entspannt wie in diesem und im vergangenen Jahr“. Früher habe man sich oft vor Badegästen in Acht nehmen müssen, die vom Rand ins Becken gesprungen seien. Jetzt achte jeder auf Abstand und man habe genügend Platz, um in Ruhe zu schwimmen. Klaus Mordhorst zeigt sich sehr zufrieden mit der Organisation am Eingang. Ein wenig störe ihn lediglich „der bürokratische Aufwand, der mit einem Schwimmbadbesuch einhergeht. Aber dafür kann das Schwimmbadpersonal ja nichts“, zeigt er sich verständnisvoll.

Die elfjährige Maria freut sich ebenfalls, dass sie endlich wieder ins Schwimmbad gehen kann: „Ich würde es aber cool finden, wenn das Trampolin bald geöffnet und der Strömungskanal wieder laufen würde. Aber es ist toll, dass das Schwimmbad überhaupt wieder offen hat.“

Als „kompliziert“ empfindet sie die bisherige Testpflicht: „Man kann vielleicht mal nicht ins Schwimmbad, weil man selbst oder die Eltern keine Zeit mehr hatten, um vorher einen Test zu machen. Auch wenn die Freundin keinen Test machen möchte, könne man nicht gemeinsam schwimmen gehen.“

Marias Mutter (45) begrüßt die Testpflicht prinzipiell. Möglicherweise aber könnte man jetzt, „wo das Bad so leer ist und man die Abstände mehr als gut einhalten kann, weniger engmaschig testen“.

Sabine Nickels (60) ist zwiegespalten. Einerseits genießt sie die Ruhe im Schwimmbad und gleichzeitig bedauert sie: „Die Kinder und Jugendlichen fehlen hier, und das macht mich traurig.“ Sie fragt sich außerdem, wie Familien den Schwimmbadbesuch finanziell bewerkstelligen sollen, „da derzeit keine Saisonkarten erhältlich sind“. Nickels empfindet es als sozial ungerecht, dass gerade die Kinder schon wieder zurückstecken müssen“.

Peter Kolb (38) kommt primär zum Leistungsschwimmen ins Parkschwimmbad. Ob die Duschen, der Sprungturm oder die Wärmekabine geschlossen sind, ist für ihn unwichtig. Es herrschten derzeit die besten Bedingungen, um im Schwimmbad entspannt zu trainieren, freut sich Kolb und meint: „Ich habe mich mittlerweile an die ganzen Maßnahmen gewöhnt und die Auflagen stören mich nicht.“

Obwohl noch einige Attraktionen geschlossen sind, der Kiosk ist geöffnet. Betreiberin Jakobsche bietet vorerst nur ein kleineres Angebot an, möchte dieses demnächst aber erweitern. Denn mit der vorerst aufgehobenen Testpflicht und der guten Wettervorhersage dürfte die Zahl der Besucher in den nächsten Tagen deutlich ansteigen.

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