4000 rote Ballons werden den Bergfried von Burg Rötteln vier Tage lang im September 2018 umhüllen. Abends rot beleuchtet, sollen sie bis weit in die Regio ausstrahlen. Die Großinstallation des Künstlers Klaus Kipfmüller unter dem Namen „RedBalloon: The Tower“ wird von der UC Innovativa GmbH organisiert, die sich auf Kunstvermittlung, -handel und -events spezialisiert hat und die von Ex-Messechef Uwe Claassen und dessen Tochter Len geführt wird.

Von Gabriele Hauger

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Lörrach. Der Tower soll nicht nur visuell beeindrucken. Auch Klang und Musik – interessierte Musiker, gerne aus der Regio, können sich melden – sollen zusätzlich Atmosphäre schaffen. Hinzu kommt ein ART-Village mit Leichtbauzelten zum Flanieren und Kommunizieren. Auch der Biergarten des neuen Cafés „Fräulein Burg“ wird integriert, und im Gewölbekeller wird die Künstlergruppe H’ART ausstellen.

Mit der Projektidee stießen Kipfmüller und Claassen allerorten auf große Resonanz: Sponsoren, Stadt und selbst der durchaus kritisch über Veranstaltungen auf der Burg wachende Röttelnbund, waren sofort Feuer und Flamme – auch unter touristischen Aspekten. Geplant wird zudem, die Ballons für zwei weitere, möglichst grenzüberschreitende Kunstprojekte zu verwenden. Auch deshalb müssen diese aus einem speziellen, wiederverwertbaren und strapazierfähigen Material sein.

Die Installation soll besonders bei Dunkelheit beeindrucken, doch auch tagsüber versprachen die Organisatoren beim gestrigen Pressegespräch imposante Eindrücke: Mit Licht soll der „Tower“ bis ins mittlere Wiesental und nach Basel sichtbar sein.

Auf die Idee kam der aus Grenzach-Wyhlen stammende und von zahlreichen Aktionen in der Regio bestens bekannte Aktionskünstler Klaus Kipfmüller am Rhein. Von einer Brücke aus den Strom betrachtend, drängte sich ihm die Assoziation einer roten Linie in der Strömung auf – was sich allerdings mit Ballons als nicht-realisierbar herausstellte. So suchte er nach anderen charismatischen Projektorten – und wurde mit der Burg fündig. Außerdem hat Kipfmüller bereits bei einem früheren Kunstprojekt „Red Wall“ das Arbeiten mit Ballons ausgetestet. Er verortet sein Projekt in der Konkreten Kunst, deren charakteristische Merkmale homogene Farbflächen, Linien, geometrische Formen und Klarheit sind. Das Projekt schafft zudem Berührungspunkte zur Kunst im öffentlichen Raum, zur Installation, Intervention und LandArt, bei der die Werke stets auch den Naturgewalten ausgesetzt sind, erläutert Len Claassen.

Von den vier Aktions-Abenden sind drei für geschlossene Gesellschaften reserviert. Tagsüber, 10 bis 18 Uhr, ist die Burg stets frei zugänglich. Am Sonntag, 16. September, ist von 11 bis 23 Uhr bei freiem Eintritt für alle geöffnet. Ein Busshuttle wird angeboten. Uwe Claassen rechnet allein an diesem Sonntag mit bis zu 4000 Besuchern.

Die drei vorigen Abende sind auf jeweils 500 Besucher begrenzt: Der Donnerstag ist für Mitarbeiter der Hautsponsors Energiedienst AG reserviert; der Freitag wird ein VIP-Abend; am Samstag können im Vorverkauf Tickets von jedermann erworben werden. Für 60 Euro gibt es Fingerfood, Getränke und Musik. Ab sofort können Interessierte sich melden.

Beteiligt am Projekt sind zudem: Ingo Kohler (Sicherheit), Licht und Klang (Prosound-fw), Firma Ballon-AS, Endress+Hauser, Messe Lörrach, Y-OM3.  Infos: www.redballoon-art.com