Lörrach Bange Fragen zum Thema „Verkehr“

Durch das Zentralklinikum wird auch das Verkehrsaufkommen im Umfeld erhöht. (Illustration) Foto: a|sh sander.hofrichter

Lörrach - Deckungsgleiche Sachstandsberichte zum geplanten Zentralklinikum Entenbad gab’s am Dienstag in den Ortschafträten Brombach und Hauingen. Dabei ging es nicht um das Projekt als solches, sondern um Straßenbau und Hochwasserschutz.

Die Notwendigkeit des Klinikums stand für den Ortschaftsrat Hauingen und die zahlreichen Zuhörer außer Frage.

Ortschaftsrat Hauingen

Besorgt ist man vielmehr über die zu erwartende starke Verkehrszunahme während der Bauphase und auch nach Inbetriebnahme des Klinikums mit voraussichtlich 650 Betten.

Nahezu übereinstimmend war die Forderung, den Baustellenverkehr ausschließlich über die Bundesstraße 317 aufs Klinikareal zu leiten. „Ansonsten erstickt Hauingen im Verkehrslärm“, befürchtet Ortschaftsrat Jürgen Weltin (CDU).

Der Christdemokrat schlug vor, während des Baus eine Art Verkehrsregelungsdienst in der Umgebung einzurichten. „Das kann nicht unsere Sache sein, dafür ist allein die Polizei zuständig“, antwortete Dullisch. Annette Bachmann-Ade (SPD) bekräftigte die Forderung, im Zuge der Verlegung der Landstraße 138 die Ortseinfahrt Hauingen zu verengen, um der dort zu beobachtenden Raserei Einhalt zu gebieten. Außerdem sollte der von Steinen kommende Verkehr „konsequent“ über die Querspange Entenbad abgeleitet werden.

Bestätigt wurde, dass der Rettungshubschrauber dereinst auf dem Dach des Klinikums landen werde. Aus Sicherheitsgründen komme ein Landeplatz auf der Ebene nicht in Frage, da der „Heli“ bei Bedarf dort nicht durchstarten könne.

Ortsvorsteher Günter Schlecht wiederholte seine Kritik an der nachträglichen Entscheidung, den zweiten Planungsvorschlag fürs Klinikum, die „Bumerang-Lösung“, umzusetzen. Unabhängig davon befürchtet auch er den zunehmenden Verkehr, der Hauingen „auf keinen Fall“ belasten dürfe.

In der Diskussion wurden unter anderem eine Radwegverbindung und der S-Bahn-Haltepunkt „Zentralklinikum“ gefordert. Sämtliche Verkehrsfragen, so der Tenor, müssten vor der geplanten Fertigstellung des Klinikums im Jahr 2025 geklärt und umgesetzt sein. „Es wird unter Hochdruck daran gearbeitet“, versicherte Dullisch.

Ortschaftsrat Brombach

Auch im Ortschaftsrat Brombach beantworteten Klaus Dullisch, Britta Staub-Abt (Fachbereichsleiterin „Umwelt und Klimaschutz“) , Robert Schäfer, Leiter des Eigenbetriebs Abwasserbeseitigung, sowie Daniel Ehmann von der Firma Rapp Regioplan Fragen.

Die größte Sorge der Brombacher Ortschaftsräte war ebenfalls der durch die Bauarbeiten bei der Verlegung der Landstraße L 138 und beim späteren Betrieb des Zentralklinikums entstehende Verkehr.

Neben den Plänen zur Verlegung der L138 legte Dullisch auch den Plan für den Umbau der Kreuzung Hasenloch vor. Willi Findling (SPD) wollte dazu wissen, wie der Verkehr zum und vom Recyclinghof geregelt werde. Laut Dullisch sei das Verkehrsaufkommen vom Recyclinghof gemessen zum übrigen Verkehr minimal und könne vernachlässigt werden.

Herbert Piorr (CDU) fragte an, ob die Stadt bereits im Besitz aller benötigten Grundstücke sei. Staub-Abt versicherte, dass man bei allen Flächen bereits eine Vormerkung eingetragen habe.

Monika Haller (SPD) bezog ihre Frage auf den im Plan ausgewiesenen „P&R“- Parkplatz neben dem geplanten S-Bahn-Haltepunkt: „Wird der Parkplatz zeitgleich mit der Haltestelle verfügbar sein“? Staub-Abt erläuterte, dass dieser Parkplatz lediglich eine Option darstelle.

Hans-Hermann Reinacher machte sich Sorgen um die Erreichbarkeit des Klinikums. „Wer ist für den Bau des S-Bahn-Bahnhofs zuständig“? Das sei der „Zweckverband S-Bahn“ erläuterte Staub-Abt.

Aber: Wenn der Haltepunkt nicht zur Eröffnung des Klinikums fertig sei müsste ein Buspendelverkehr zwischen Brombach und dem Klinikum eingerichtet werden – und der führe mitten durch Brombach.

Brombachs Ortsvorsteherin Silke Herzog fasste das Gehörte nochmals zusammen. Das „Wir Gefühl“ bei der Planung höre sich gut an. „Aber wir wissen alle nicht, was genau auf und zukommt. Natürlich wünschen wir uns 2025 neben der fertigen Klinik eine fertige S-Bahn-Haltestelle.“

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