Lörrach Baume müssen gefällt werden

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Um die 100 Bäume müssen im Winter auf dem Stadtgebiet gefällt werden.  Foto: Bernd Weissbrod

Die Stadt Lörrach beginnt mit notwendigen Baumfällungen für den Winter 2021/22. Auch ein markanter Baum – eine große Rotbuche im Grüttpark nahe der Villa Feer – muss aus Sicherheitsgründen gefällt werden, teilt die Verwaltung mit.

Lörrach. Dieser ortsbildprägende Baum ist durch starke Fäulnis mit Pilzbefall in seiner Standsicherheit soweit gefährdet, dass er aus Sicherheitsgründen gefällt werden muss.

Sicherheitsabstand zu Starkstromleitungen

Zudem fällt die ED Netze im Laufe des Dezembers entlang der Wiesentalstraße zwischen der Tumringer und Tüllinger Brücke sowie oberhalb des Stauwehrs in Brombach auf städtischem Grund einige Bäume. Diese müssen entfernt werden, weil der Sicherheitsabstand zu den darüber gespannten Starkstromleitungen nicht mehr gegeben ist und dadurch ein lebensgefährliches Überspringen des Stroms auf die Bäume zu befürchten wäre. Eine enge Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde hierzu hat im Vorfeld stattgefunden, heißt es.

In der Regel mussten bis vor einigen Jahren jährlich zwischen 60 und 80 Bäume gefällt werden. Inzwischen bewegen sich die Zahlen im Bereich von 100 bis 140 Fällungen.

Diese sind notwendig, weil die Bäume abgestorben oder nicht mehr verkehrssicher sind. Die Fällungen dürfen von 1. Oktober bis 28. Februar erfolgen. Diese Zeitspanne gibt das Bundesnaturschutzgesetz vor, um den Schutz vor allem für Vögel während der Brutzeit in den Frühlings- und Sommermonaten zu gewährleisten. Lediglich abgestorbene oder nicht mehr verkehrssichere Bäume dürfen außerhalb dieser Zeit gefällt werden. Genehmigungen hierfür erteilt die Untere Naturschutzbehörde des Landratsamts.

„Zum Ziel einer lebendigen und lebenswerten Stadt gehören auch gesunde und attraktive Stadtbäume“, so Baubürgermeisterin Monika Neuhöfer-Advic in der Mitteilung. „Deshalb ist die Arbeit unserer städtischen Baumpfleger sehr wichtig, um die Zahl der notwendigen Fällungen so niedrig wie möglich zu halten und durch passende Nachpflanzungen einen gesunden Baumbestand zu erhalten“.

Eine genaue Bezifferung des Einschlags beim Baumbestand ist dieses Jahr nicht möglich, so die Stadt, da die Bestandsaufnahme aus personellen Gründen noch andauere. Steffen Vogel, Technischer Leiter Stadtgrün, ist laut Mitteilung jedoch zuversichtlich, dass die Zahl diesen Winter niedriger liegt als in den Vorjahren.

Durch den ausnahmsweise relativ feuchten Sommer müssten einige Bäume nicht gefällt werden, die einen weiteren Hitzesommer wahrscheinlich nicht überstanden hätten. Grundsätzlich wird für alle gefällten Bäume Ersatz gepflanzt, versichert die Verwaltung. Die Nachpflanzung erfolgt allerdings erst mit einem gewissen zeitlichen Abstand, um dem Boden Zeit für Erholung zu geben und dem neuen Baum die bestmöglichen Startbedingungen zu schaffen.

Hierbei kann die Ersatzpflanzung auch mit einer anderen, für den Standort besser geeigneten Baumart erfolgen. Insbesondere eng be- und überbaute Gebiete wie der Rand von Verkehrsflächen, Parkplätze oder die Fußgängerzone sind schwierige Standorte für Bäume jeder Art, so dass dort nur wenige Baumarten für eine Pflanzung in Frage kommen.

Mitunter besteht in einigen Fällen keine Möglichkeit, Bäume nachzupflanzen, erklärt die Stadt. Gründe hierfür sind meist unterirdische Leitungen, die das Wurzelwerk der Bäume zu stark beeinträchtigen oder anderweitig ungünstige Boden- und Standortbedingungen.

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