Lörrach Baustein der Wohnungsoffensive

Spatenstich für das Hauinger Wohngebiet „Am Soormattbach“ (v.l.): Monika Neuhöfer-Avdic, Jörg Lutz, Adolf Himmelsbach, Frank Guder und Annette Bachmann-Ade Foto: Peter Ade Foto: Die Oberbadische

„Mit der Erschließung dieses Baugebiets wird ein weiterer Baustein unserer Wohnungsoffensive verwirklicht“, erklärte Oberbürgermeister Jörg Lutz gestern Nachmittag beim ersten Spatenstich für das Baugebiet „Am Soormattbach“ in Hauingen.

Lörrach-Hauingen. Auf dem Areal sind 21 Baugrundstücke vorgesehen. Die Vermarktung von sieben städtischen Grundstücken soll ab Sommer 2020 erfolgen. Die Vergabekriterien werden von den politischen Gremien noch beschlossen.

Geplant ist eine aufgelockerte Bebauung mit Einfamilien- und Doppelhäusern auf insgesamt 11 500 Quadratmetern. 18 000 Quadratmeter werden für Verkehrsflächen, 500 für einen Spielplatz eingeplant. Räumlich begrenzt wird das 1,4 Hektar umfassende Plangebiet durch die Friedrichstraße im Westen, den Soormattbach im Osten, einen Erschließungsweg im Norden und private Grundstücke im Süden.

Die stellvertretende Ortsvorsteherin Annette Bachmann-Ade begründete den Plan mit „anhaltend starker Nachfrage nach Bauland in Hauingen“. Sie freue sich, dass nach einem ungewöhnlich langen und oftmals zermürbenden juristischen Vorspiel nunmehr sämtliche Hürden genommen seien. „Hoffen wir für alle Bauwilligen, dass ihre planerischen Vorhaben so zügig wie möglich umgesetzt werden.“ Alle Beteiligten hätten lange auf diesen Tag warten müssen. „Jetzt aber ist es soweit“, freute sich Bachmann-Ade und griff mit Oberbürgermeister Lutz und Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic zum Spaten. Mit dabei waren auch Frank Guder von der Arbeitsgemeinschaft Oskar Vogel/Walliser-Bau und Adolf Himmelsbach vom Ingenieurbüro Himmelsbach & Scheurer.

Zu der vor wenigen Tagen eingeleiteten Erschließung gehören der Straßenbau, die Wasserversorgung und die Kanalisation. Zusätzlich stellen externe Anbieter die Gas- und Stromversorgung und die Telekommunikation sicher. Im Straßenbau werden zwei Straßen ohne Gehweg und die bestehende Friedrichstraße mit einem Gehweg versehen. Die städtischen Gesamtkosten für die Erschließung belaufen sich auf rund 1,8 Millionen Euro, die zum Teil auf die Grundstückeigner umgelegt werden.

Die Verabschiedung des Bebauungsplans „Am Soormattbach“ ist mit ökologischen Ausgleichsmaßnahmen außerhalb des Gebiets verknüpft. Das Landratsamt als Untere Naturschutzbehörde und die Stadt haben für Kosten in Höhe von etwa 28 000 Euro drei Punkte festgelegt: Im Soormattbach werden an mehreren Stellen Raue Rampen zur Verminderung des so genannten Absturzes (Gefälle) eingebaut. Außerdem erfolgt im Bereich einer Brücke eine naturnahe Ufer- und Sohlensicherung.

Unklar war lange Zeit die Verkehrsführung im Plangebiet. Jetzt ist aus verkehrlichen, wirtschaftlichen und städtebaulichen Gründen eine Erschließung über Lingertstraße/Friedrichstraße vorgehen. Ausgeschieden“ – auch aus Kostengründen und aufgrund von Bürgerprotesten – sind die ebenfalls mehrfach diskutierten Varianten über den Friedhofsweg mit einer neuen Brücke über den Soormattbach und eine Erschließung über Rechbergstraße/Soormattweg.

„Das Neubaugebiet wird Hauingen bereichern“, erklärte Neuhöfer-Avdic. Lutz und Bachmann-Ade sind überzeugt, dass der Ortsteil dadurch eine Aufwertung erfährt. „Ganz in der Nähe“ sei die Kindertagesstätte „Lingertstraße“ vorgesehen – „durchaus ein Gewinn für das neue Baugebiet“, meinte Lutz mit humorvollem Unterton.

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