Viel Lob gab’s im Ortschaftsrat Hauingen für die Renovierung des Jugendkellers im früheren Fahrrad-Abstellraum der Astrid-Lindgren-Grundschule. Unter Anleitung erledigten die Jugendlichen die anstehenden Arbeiten in eigener Regie.

Lörrach-Hauingen. Grundlage der ungewöhnlichen Aktion bildete das Projekt „Jugend-Berufsorientierung“. Träger waren die Dieter-Kaltenbach-Stiftung, der städtische Fachbereich Jugend/Schulen/Sport, die Ortsverwaltung Hauingen sowie der Maler- und Trockenbau-Fachbetrieb Heinrich Schmid.

Die Arbeiten umfassten den Einbau einer neuen abgehängten Decke, das Streichen und die Gestaltung der Wände und das Aufbringen einer komplett neuen Bodenversiegelung.

Den Vorschlag zum Projekt unterbreiteten die Jugendlichen im vergangenen Jahr Oberbürgermeister Jörg Lutz bei einem Gespräch im Rahmen des Leitbildprozesses der Stadt. Die Treffs der offenen Jugendarbeit, so sagten sie, sollten ansprechender gestaltet sein.

Obendrein verwiesen die Jugendlichen darauf, dass ein schönes Umfeld die Atmosphäre und Wertschätzung der Einrichtungen steigere. Dies würde letztlich zu größerer Akzeptanz und einem Wohlfühl-Charakter der Treffs beitragen.

Das ambitionierte Projekt wurde alsbald mit Leben erfüllt und vertraglich fixiert. Jan Funke von der Dieter-Kaltenbach-Stiftung und der städtische Jugendreferent Stefan Dieterle übernahmen die Leitung und beteiligten die Jugendlichen von Anfang an an den Arbeitsabläufen.

„Vor Ort“ begleiteten ein Vorarbeiter und drei Auszubildende der Firma Schmid das gemeinsame Schaffen. Die Jugendlichen selbst arbeiteten auf der Basis eines Praktikantenvertrags. Sie befinden sich zurzeit überwiegend in einer beruflichen Orientierungsphase nach der Schule. Vor diesem Hintergrund kam der Einsatz im Jugendkeller wie gelegen. Dem einen oder anderen Jugendlichen, so hieß es, sei nunmehr „teilweise klarer“, dass es angesichts vieler offener Ausbildungsplätze im Handwerk sicher auch für ihn eine geeignete Stelle gebe.

Im Ortschaftsrat gab es großes Lob für das als pädagogisch-sinnvoll erachtete Projekt. Ortsvorsteher Günter Schlecht sieht in der offenen Jugendarbeit einen „wesentlichen Teil des Betreuungs- und Bildungsangebots im eigenen Ortsteil“.

Gerd Turowski (CDU) geht davon aus, dass der Aufenthalt im Jugendtreff nach dessen gelungener Renovierung den Besuchern „sicher wieder mehr Spaß machen wird“. Eva Petersik (SPD): „Herzlichen Glückwunsch zu dieser tollen Aktion!“