Lörrach Beschimpft und gemaßregelt

Ausgelaufende Betriebsstoffe mussten beim Verkehrsunfall am Salzert gebunden und entsorgt werden. Foto: zVg/Feuerwehr

Lörrach - Ein an Einsätzen reiches Pfingstwochenende liegt hinter der Freiwilligen Feuerwehr Lörrach. Dabei hatten die Wehrleute mit unschönen Begleiterscheinungen zu kämpfen.

Am frühen Samstagmorgen musste der Löschzug der Abteilung Lörrach gegen fünf Uhr eine nach einem Sturz verletzte Person schonend von einem Dachgeschoss zum Rettungswagen transportieren. Die Krankentrage wurde auf die Drehleiter montiert.

Die nächste Alarmierung erfolgte um 7.21 Uhr für dieselbe Einheit. Auf der Salzert-straße mussten nach einem Verkehrsunfall auslaufende Betriebsstoffe gebunden und entsorgt werden. Eine Pkw-Fahrerin war auf der Fahrt von der Wallbrunnstraße in Richtung Salzert nach rechts von der Fahrbahn abgekommen und gegen einen Baum geprallt. Da ausgelaufene Betriebsstoffe ins Erdreich gelangt waren, wurde im Auftrag des Landratsamtes der kontaminierte Boden durch eine Fachfirma abgegraben und entsorgt. Die Salzertanbindung musste bis gegen 11.30 Uhr gesperrt werden.

Am frühen Sonntagmorgen wurde die Abteilung Brombach um 1.29 Uhr zu einem Flächenbrand im Bereich Schopfheimer Straße/ B317 gerufen. Beim Eintreffen der ersten Kräfte brannte eine Gartenhütte bereits lichterloh. Das Feuer drohte sich auf Bäume und Sträucher auszubreiten. Die Abteilung Hauingen wurde hinzugezogen. Im Einsatz waren 25 Kräfte mit vier Fahrzeugen.

Unmittelbar nach Dienstbeginn rückten gestern um 7.04 Uhr die hauptamtlichen Kräfte in die Kanderner Straße aus. Ein umgestürzter Baum hatte einen geparkten Pkw unter sich begraben.

Mehrere unschöne Begleiterscheinungen

Mit unschönen Begleiterscheinungen hatten die Helfer bei zwei Einsätzen zu kämpfen. Beim Verkehrsunfall auf der Salzertanbindung wurden die Absperrungen mehrfach missachtet und Einsatzkräfte bei Absperrmaßnahmen durch uneinsichtige Verkehrsteilnehmer beschimpft und gemaßregelt.

Einsatzkräfte, die am frühen Sonntagmorgen gegen 6 Uhr vom Gartenhüttenbrand einrückten, sahen sich einem aufgebrachten Anwohner gegenüber, der sich beim nächtlichen Ausrücken mit Martinshorn in seiner Nachtruhe gestört sah.

Die Einsatzfahrer sind zu ihrer eigenen Absicherung laut einer Mitteilung der Feuerwehr angehalten, gemäß Straßenverkehrsordnung mit Sondersignal zu fahren. Nachts schalten sie das Signalhorn, mit Rücksicht auf die schlafende Bevölkerung oftmals nur an unübersichtlichen Stellen und Kreuzungen an. Allerdings handeln sie hier auf eigene Gefahr. „Leider wiederholen sich solche unschönen Begleiterscheinungen bei Einsätzen mittlerweile. Die Führung der Feuerwehr bittet um Verständnis sowie um Beachtung entsprechender Absperrungen“, betont Feuerwehrsprecher Stephan Schepperle.

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