Lörrach Blühendes Paradies

Monique Arndt (2.v.r.) und Cornelia Huber (l.) freuen sich mit Schülern und Gästen über den Garten. Fotos: Katharina Ohm Foto: Die Oberbadische

Die Bienen summen, die Rosen duften: Der Garten der Grundschule Tumringen ist ein blühendes und wachsendes Paradies. Gestern öffnete er seine Pforten für die Öffentlichkeit.

Von Katharina Ohm

Lörrach. In der ersten großen Pause führen die zehn Kinder der Garten- und Gesundheit-AG unter der Leitung von Monique Arndt vom Sozialen Arbeitskreis (SAK) durch den Garten. Anlass war der am Vortag bundesweit veranstaltete „Tag des Schulgartens“. Die Kinder erzählen fröhlich, was sie in den vergangenen Monaten geleistet haben: Viel verbinden die Schüler mit ihren Pflanzen, sie wissen noch genau, welche von wem gepflanzt wurde. Im Garten gibt es eine Vielfalt an Gewächsen: Rosen, Thymian, Salbei, Winterweizen, Karotten. Die Liste ist lang. Einige Ecken wurden wild belassen – für die Insekten. Um sich auszuruhen und mal durchzuatmen gibt es eine lebendige Hütte aus Weiden. Auch ein Bienenhotel hat die AG gebaut.

Neben der Führung konnte ein Garten-Quiz gespielt werden: Auf einem Tischchen lagen verschiedene Blumen, die zugeordnet werden sollten. In der zweiten Pause verkauften die Kinder ihre Erzeugnisse: Da gab es verschiedene Kräuter und selbst hergestellte Kräutersalze, Himbeermarmelade oder Holunderblütensirup.

Arndt ist stolz auf die Kinder und auf ihre „kleine Oase“, die sie seit 17 Jahren betreut. Davor stand der Garten im Privatbesitz des ehemaligen Rektors. Im Zuge eines Gestaltungs-Wettbewerbs der Firma Götz und Moriz wurde der Garten runderneuert: Ein Barfußweg wurde gestaltet, das Gelände ausgehoben und ein Kiesbett angelegt.

„Der Garten soll das Bewusstein wecken, dass Lebensmittel nicht aus dem Supermarkt kommen“, erklärt Arndt. Gemüse ziehen bedeute „ackern und harte Arbeit“ Als Beispiel erzählt sie, wie vor vier Wochen ein ganzer Anhänger voller Erde für die Beete geliefert wurde. Eimerweise trugen die Kinder fleißig die Erde in den Garten. Die AG läuft im Rahmen der Schulkindbetreuung des SAK. Immer mittags ist der Garten für alle offen und bietet so „einen besonderen Ort zum Durchatmen“, wie Arndt sagt.

In der Garten-AG wird aber nicht nur Unkraut gejätet und gegossen. Die Kinder lernen viel über gesunde Ernährung, es werden Smoothies gemacht, gebacken und vieles mehr. „Der Schulgarten ist fest im Stundenplan integriert“, bekräftigt Schulleiterin Cornelia Huber. Als nächstes Projekt ist die Teilnahme am Wettbewerb „Bulbs4Kids“ im Oktober geplant, bei dem es gilt, 600 Blumenzwiebeln zu verpflanzen und zu dokumentieren. Keine leichte Aufgabe, angesichts der Menge.

Indes: So oder so passt der Garten mit seiner Lebendigkeit und sprühenden Vielfalt sehr schön zu der Schule und den Schülern, mit all ihrer Fröhlichkeit und ihrem Entwicklungspotential.

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