Lörrach Blut spenden, bitte!

Foto: Archiv Foto: Die Oberbadische

Der Blutspendedienst des Deutsche Rote Kreuzes (DRK) bittet laut einer Mitteilung dringend um Blutspenden in der kommenden Woche in der Schlossberghalle in Haagen. Denn seit die Corona-Schutzmaßnahmen gelockert wurden, sei der Bedarf in den Kliniken aufgrund wieder steigender Operationstätigkeit stark angestiegen.

Lörrach. „Über mehrere Wochen wurden, zur Schaffung von Personal- und Bettenkapazitäten für COVID-19-Patienten, nicht dringend erforderliche Operationen zunächst ausgesetzt, entsprechend reduzierte sich der Blutbedarf. Dank der überwältigenden Spendenbereitschaft in den vergangenen Wochen, konnte die Versorgung mit Blutpräparaten sichergestellt werden. Seit wenigen Tagen wird die Behandlungsfrequenz und Operationstätigkeit in den Kliniken wieder hochgefahren. Folge ist eine extreme und schnelle Bedarfssteigerung“, schreibt das DRK.

Blutprodukte nur kurzfristig haltbar

Da Blutprodukte nur kurzfristig haltbar seien, konnten keine langfristigen Vorräte angelegt werden. Der DRK-Blutspendedienst bittet daher jetzt dringend um Blutspenden. Diese sind von Montag, 25. Mai, bis Freitag, 29. Mai, jeweils von 14 bis 19 Uhr in der Schlossberghalle, Markgrafenstraße 26, möglich. Damit die geltenden Abstandsregeln eingehalten werden können, ist laut DRK eine effektive Steuerung des Besucherstroms erforderlich. Hierzu wurde ein Terminreservierungssystem installiert. Das DRK bittet unter https://terminreservierung. blutspende.de/m/loerrach- haagen um persönliche Terminreservierung. Dieser Service hat laut DRK gleichzeitig zur Reduzierung von Wartezeiten geführt.

„Für Blutspender besteht kein erhöhtes Risiko, sich auf Blutspendeterminen mit dem Coronavirus anzustecken. Bereits seit geraumer Zeit werden Maßnahmen ergriffen, die eine größtmögliche Sicherheit aller Anwesenden auf den Spendeterminen gewährleisten“, schreibt der Blutspendedienst. Hierzu zähle eine Temperaturmessung bereits am Eingang, die kontrollierte Aufforderung zur Handdesinfektion sowie die Rückstellung von Spendern, die sich in den vergangenen vier Wochen im Ausland aufgehalten haben oder Kontakt zu mit SARS-CoV-2 infizierten Menschen hatten. Spender erhalten bei der Blutspende eine Schutzmaske (MNS-Maske).

Menschen mit grippalen oder Erkältungs-Symptomen oder Durchfall würden generell nicht zur Blutspende zugelassen. Bereits am Eingang werde nach diesen Symptomen gefragt und gegebenenfalls der Einlass in das Spendelokal verwehrt.

Nach derzeitigem Stand der Wissenschaft werde das Virus nicht über eine Blutspende übertragen. Deshalb werde bei den Blutspendeaktionen keine SARS-CoV-2- Testung des gespendeten Blutes durchgeführt.   Weitere Termine und Infos unter www.blutspende.de oder unter der Hotline 800-1149411 (gebührenfrei)

Wer darf Blut spenden?

Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt und gesund sein. Bei der ersten Spende sollte ein Alter von 65 nicht überschritten werden. Bis zum 73. Geburtstag ist derzeit eine Blutspende möglich, vorausgesetzt, der Gesundheitszustand lässt dies zu. Bei einer Voruntersuchung wird die Eignung tagesaktuell geprüft. Bis zu sechs Mal in einem Jahr dürfen gesunde Männer spenden, Frauen bis zu vier Mal. Zwischen zwei Spenden liegen mindestens acht Wochen.

Warum ist Blut spenden so wichtig?

Etwa 112 Millionen Blutspenden werden weltweit pro Jahr benötigt. Mit einer Blutspende kann bis zu drei Schwerkranken oder Verletzten geholfen werden. In Deutschland werden jährlich von den DRK-Blutspendediensten etwa drei Millionen Vollblutspenden für die Versorgung der Kliniken bereitgestellt. Das DRK sichert so etwa 75 Prozent der notwendigen Blutversorgung in der Bundesrepublik.

                                                               Quelle: DRK

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