Anzeigen Brauer-Silvester in der Brauerei Lasser

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Beste Stimmung ist garantiert beim Brauer-Silvester der Privatbrauerei Lasser am Freitag und Samstag in Lörrach.                                            Foto: Peter Ade

Lörrach (pad). Die Lerchenstadt ist und bleibt badisch – obschon bayerische und Tiroler Dirndln und Krachlederne am Wochenende das Stadtbild für Stunden beherrschen dürften.

Der Grund: Zum sechsten Mal steigt das Oktoberfest der Privatbrauerei Lasser unter dem Motto: „Brauer-Silvester“. Am Freitag und Samstag werden Hunderte ein ausgelassenes Bierfest mit Brez’n, zünftiger Blasmusik und deftigen Speisen feiern.

Plattform der Geselligkeit

Freundeskreise, Vereine und Cliquen aber auch Firmen nutzen den Lasser Brauer-Silvester als Plattform der Geselligkeit und fröhlichen Zusammenkunft. In der stylisch dekorierten Leerguthalle erfolgt der traditionelle Fassanstich am Freitag gegen 18.45 Uhr. Nach dem „Ozapft is“ spielen die „Schwaiger Buam“, die auch am zweiten Festtag ab 18 Uhr mächtig auf die Pauke(n) hauen werden – neun „Vogelwuide Musikanten“, wie sie sich nennen, die seit 27 Jahren unter dem Motto „…denn Volksmusik ist (k)ein Verbrechen“ jedes Bierzelt rocken.

Traditionelle und klassische Oktoberfest-Köstlichkeiten „bruzzeln“ an beiden Tagen die Stadl-Köche und der Fußballclub Huttingen. Es gibt auch Weine und Sekte der Bezirkskellerei Markgräflerland aus Efringen-Kirchen. Die Speisen- und Getränkekarte findet sich im Netz: www.brauereisilvester.de

Neu ist ein Verkaufsstand mit dem Namen „lasser- shop.de“. Er bietet unter anderem Hoodies, T-Shirts und Mützen. Ob Lasser Hell, Lasser Adams Bock oder das neue Lasser HIMBeer-Textilien sind im jeweiligen Design erhältlich.

Die Bezeichnung Brauer-Silvester ist schnell erklärt: Als es noch keine künstliche Kühlung gab, durfte nur in den kalten Monaten des Jahres, ab Michaeli (29. September) bis Georgi (23. April) gebraut werden. Die letzten Biere wurden stärker eingebraut und lagerten in tiefen, kühlen Kellern. Aufgrund ihres höheren Stammwürze- und Alkoholgehaltes hielten sie länger und stellten die Bierversorgung im Sommer sicher. Das Wirtschaftsjahr für die Brauer endete also im September, wenn das letzte Fass Bier aus dem Keller geholt wurde, und begann im Oktober, wenn die Bauern Hopfen und Gersten – beziehungsweise Weizenmalz – aus der neuen Ernte lieferten.

Mit der Erfindung der Kältemaschine im 19. Jahrhundert wurde nicht nur das Bier gekühlt, sondern auch das sommerliche Brauverbot eingefroren.

Das einzige Relikt aus vergangenen Zeiten: „Als Geschäftsjahr für die Brauerei ist es uns bis heute erhalten geblieben“, so heißt es in einer Beschreibung aus der Brauerei. Und im folgenden: Die Brauer feierten aus diesem Anlass ihr Brauer-Silvester.

Die schöne Tradition hat die 1850 gegründete Privatbrauerei Lasser 2015 anlässlich des „165-Jährigen“ neu belebt. Lörrach erlebt somit ein echtes Volksfest.

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