Lörrach Brombacher wollen Hochwasser-Schutz

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Solch eine Situation wie im Juli 2021 möchten die Brombacher nicht mehr erleben. Foto: /Kristoff Meller

In Brombach herrscht Redebedarf: Bürger des Ortsteils wenden sich gegen die von der Stadt vorgeschlagene Hochwasser- und Starkregenvorsorge entlang des Brombacher Dorfbachs. Nun findet am Montag ein Informationsgespräch statt.

Dieses ist ein Angebot der Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic an alle betroffenen Eigentümer und ist öffentlich.

In Brombach brodelt es. Viele Bürger sind unzufrieden mit den von der Stadt vorgeschlagenen Maßnahmen zum Hochwasserschutz und fordern zwei naturnahe Hochwasserrückhaltebecken – die teuerste Variante.

96 Unterschriften

Die Brombacher Anwohnerin Heike Gebauer hat sich in einem umfangreichen Schreiben an die Stadt und die Öffentlichkeit gewandt. Darin heißt es: „Wir in Brombach wehren uns gegen angeblichen Hochwasserschutz von der Stadt, bei dem unsere Keller weiter überflutet wären. Uns sind die Bilder von dem Jahrhunderthochwasser im Juli 2021 noch deutlich vor Augen. Schlamm, Wasser, überflutetet Keller, Hochwasser in Volksbank, Apotheke und Straßen.“

Unzureichend informiert?

Zudem beklagt sie eine unzureichende und intransparente Informationspolitik der Stadt sowie eine falsche Darstellung der Kosten. Die Stadt verweist bei ihrem Vorschlag auf wirksamen Überflutungsschutz und angemessene Kosten. .

Überfluteter Keller

Gebauer und ihre Mitstreiter haben inzwischen 96 Unterschriften gesammelt, mit denen sie folgender Forderung Nachdruck verleihen wollen: „Wir fordern den Bau der Bestvariante des Gutachtens. Wir sind für richtigen Hochwasserschutz in Brombach – für Ober- und Unterlauf.“ Laut Gutachten würde diese Variante die hydraulisch besten Ergebnisse erzielen. „So geht die gewässerbürtige Überflutung im Areal Lauffenmühle auch ohne zusätzliche Hochwasserschutzmauer vollständig zurück“, wird weiter zitiert.

Ungenügend geschützt?

Mit der von der Stadt geplanten Variante werde kein ausreichender Hochwasserschutz gewährleistet: Überflutungen der Keller würden so nicht verhindert, das geplante Gewerbegebiet Lauffenmühle noch stärker überflutet und das Hochwasser nicht durch die Verdolung unter der Eisenbahn passen, heißt es in dem Schreiben.

Ein „Kuckucksei“

„Die Variante der Stadt ist leider nachweislich ein Kuckucksei. Die Konsequenzen betreffen allerdings mehrere Hundert Bürger von Brombach und alle Steuerzahler.“

Stein des Anstoßes sind zudem die Erschließungskosten für Anlieger von Teilen der Adelhauser Straße und des Roßwangwegs im Zuge der Baumaßnahmen. Die Causa war im AUT und Ortschaftsrat bereits diskutiert worden. Für die Veranstaltung am Montag dürfte indes noch genügend Konfliktpotenzial verbleiben.

Bürgerinformation: Montag, 13. März, um 17.30 Uhr in der Aula der Hellbergschule.

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