Lörrach Bühl III gewinnt an Konturen

Monika Neuhöfer-Avdic Foto: Stadt Lörrach

Lörrach (ov/bk). Der städtebauliche Entwurf für das künftige Wohngebiet Bühl III nimmt als Grundlage für den Bebauungsplan Konturen an. Die Projektverantwortlichen informierten am Donnerstag im Ausschuss für Umwelt und Technik über bisherige Maßnahmen und ausstehende Aufgaben. Zudem liegt jetzt eine Machbarkeitsstudie zum Thema Wärmenetz vor.

Priorität Wohnraum

„Unser Ziel, das Baugebiet ab 2025 realisieren zu können, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen, hat weiter Priorität“, sagte Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic.

Kein archäologischer Fund

Die ersten Planungsschritte für die Erschließung des Baugebiets sind absolviert: Da der Geltungsbereich des Bebauungsplanverfahrens in einer „archäologischen Verdachtsfläche“ liegt, hat das Landesamt für Denkmalschutz das Areal begutachtet. Bei der Untersuchung wurden aber keine nennenswerten Funde (die eine Bebauung beeinflussen könnten) entdeckt, teilt die Stadt in einer Medieninformation mit. Unterdessen stehen die Artenschutzuntersuchungen nun kurz vor dem Abschluss.

Zudem haben im Juni und Juli Gespräche mit Grundstückseigentümern stattgefunden, die nicht im städtischen Eigentum sind.

Starkregen berücksichtigen

Bei der Vorentwurfsplanung für Straßen werde Starkregenereignissen besondere Beachtung beigemessen, betont die Kommune. Für die Planung von Bushaltestellen im Gebiet wurde Kontakt mit der SWEG aufgenommen.

Wärmenetz

Da die Stadt bis 2050 klimaneutral werden möchte, sollen nach Möglichkeit erneuerbare Energien bei der Gebäudeheizung genutzt werden. Die Kommune hat daher im Vorfeld eine Studie zur Machbarkeit eines Wärmenetzes für das Baugebiet Bühl III und den angrenzenden Gebäudebestand erstellen lassen.

Das Studien-Fazit zeige, „dass ein Wärmenetz im Wohngebiet die volle Klimaschutzwirkung entfalten kann, wenn auch die Bestandsgebäude mit erneuerbaren Energien versorgt werden können“, so die Stadt.

Im Neubaugebiet hat das Unternehmen Stadtenergie Lörrach Interesse an der Errichtung des Wärmenetzes bekundet, dass auch in den angrenzenden Gebäudebestand des Bühl geführt werden soll. Die Verwaltung empfiehlt, die weiteren städtebaulichen Planungen unter Berücksichtigung eines Wärmenetzes fortzuführen.

Thomas Vogel (Freie Wähler) betonte, dass es für Bürger keinen generellen Anschlusszwang an dieses Netz geben dürfe.

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