Lörrach Bunte Träume in der Zuckerwattewelt

Die Oberbadische, 14.06.2018 02:35 Uhr

Von Susann Jekle

Lörrach-Brombach. „Was hast du geträumt?“ Die Grundschultheater-AG der Hellbergschule nahm die Besucher ihrer Vorführung am Dienstag mit in verschiedene Traumwelten. Das Foyer der Schule wurde in vier Bühnen verwandelt, wo die Kinder ihrer Spielfreude freien Lauf ließen. Elf Zweit- bis Viertklässler, darunter neun Mädchen und zwei Jungen, spielten mit Begeisterung.

Unter der Regie von Nadine Bahls und Merthe Wulf vom Theater Tempus fugit realisierten die Grundschüler die Eigenproduktion „Ein Traumhaus steht im Walde“. Das Stück haben die Kinder in der AG komplett selbst erarbeitet: Die Rollen, Texte und Kulissen basieren alle auf ihren Ideen. Auch mehrere Kostümwechsel arbeiteten die Schüler in ihr Stück mit ein.

„Von uns lernen die Kinder alles, was zum Theater gehört“, erzählte Bahls. Zum Beispiel wie man eine Figur darstellt und wie Gruppendynamik funktioniert. „Für das Stück haben wir keine Vorgaben gemacht, die Kinder haben sich alles selbst ausgedacht.“

Tipps von Tempus fugit für das Verhalten auf der Bühne

Die Regisseurinnen von Tempus fugit gaben den Schülern wichtige Tipps fürs Theaterspielen: aufrechte Haltung, laut und deutlich sprechen und mit dem Körper zum Publikum drehen. „Die Grundschultheater-AG ist ein guter Rahmen, in dem die Kinder gefördert werden und sich ausprobieren können“, erklärte Bahls. So waren die Texte bis auf die Eröffnungs- und Schlussszene weitestgehend improvisiert.

Die AG an der Hellbergschule in Kooperation mit Tempus fugit gibt es bereits seit einigen Jahren. In diesem Jahr wurde erstmals eine geführte Aufführung inszeniert, die wie eine Traumreise gestaltet war. Zunächst legten sich die Kinder schlafen und schon ging die Reise los: Die Besucher wurden in zwei Gruppen geteilt und die Darsteller spielten zwei Träume auf einmal.

Das Publikum konnte in eine Zuckerwattewelt eintauchen, in der zwei Mädchen auf dem Weg zu ihrer Großmutter waren und plötzlich einem fremden Wesen begegneten, das sogar ihre Sprache spricht.

In einer Notaufnahme brach wegen einer ohnmächtigen Ärztin das Chaos aus, und in einer anderen Welt kam auf einmal Batman ins Büro gestürmt. Im vierten Traum traf ein Mädchen auf ein Einhorn.

Zum Abschluss der halbstündigen Vorführung wurden die schlafenden Kinder aus ihren bunten Traumwelten geweckt. „Und was haben Sie geträumt?“, fragten die elf Darsteller ihr Publikum, bevor sie sich verbeugten.

Thomas Schmitt, der Konrektor der Hellbergschule, dankte den Darstellern und den beiden Regisseurinnen im Anschluss für das gelungene Stück und Tempus fugit für die gute Kooperation.

 
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