Lörrach Burghof bangt und hofft

Gabriele Hauger
 Foto: Kristoff Meller

Noch können Kulturhungrige auf ihre Kosten kommen: Der Burghof präsentiert sein geplantes Saisonprogramm. Allerdings: Immer wieder sagen Künstler ihr Kommen ab. Schwer planbare Zeiten für das Burghof-Team.

Von Gabriele Hauger

Lörrach. „Wie es die nächsten Wochen genau weitergeht, wissen wir nicht“, erklärt Barbara Ehrensberger, die für die Öffentlichkeitsarbeit des Hauses zuständig ist, auf Nachfrage. „Von uns aus sagen wir aktuell keine Veranstaltungen ab. Aber natürlich haben wir Verständnis dafür, wenn Künstler ihre Auftritte canceln.“ Schließlich gehe es für diese um mehr als „nur“ um den Auftritt in Lörrach. „Sie müssen reisen, im Hotel wohnen, im Restaurant essen, also alles Aktivitäten mit Kontakten.“ Und es könne weitere persönliche Gründe für Absagen geben.

Ob von Seiten der Politik für die Kulturbranche noch weitere Verschärfungen kommen, vermag Ehrensberger nicht zu prognostizieren. „Das wäre der Blick in die Glaskugel.“

Natürlich herrsche bei ihr und im ganzen Team ein gewisser Frust, aber auch Besorgnis angesichts der aktuellen Entwicklung. Trotz aller Warnungen habe es doch kaum einer für möglich gehalten, dass die Situation für den Kulturbereich sowie insgesamt wieder derart dramatisch werde. „Wir sind frohen Mutes und optimistisch in diese Saison gegangen. Natürlich haben wir jetzt Angst, dass wir wieder ganz schließen müssen“, sagt sie. Und das wäre hart. Auch deshalb, weil der Burghof ein überzeugendes Hygienekonzept ausgearbeitet habe. Zudem wurde die Besucherzahl auf 50 Prozent des Möglichen reduziert.

Mit der Regelung 2G-plus hätten potenzielle Veranstaltungsbesucher zudem selten Probleme, erfährt sie vom Personal im Kartenhaus. Nur wenige gäben ihre bereits gekauften Karten zurück, weil sie keinen zusätzlichen Test machen wollten. Allerdings zeige man sich hier natürlich kulant: Wer aus persönlichen Gründen storniert, bekommt einen Gutschein; fällt die Veranstaltung aus, kann selbstverständlich auch das Geld zurückgezahlt werden, erklärt Ehrensberger.

Gerne genutzt werde zum Glück die Möglichkeit von Geschenkgutscheinen für Weihnachten. Sicherlich verbunden mit der Hoffnung, dass es für den Burghof und die gesamte Kultur im nächsten Jahr endlich wieder „normal“ weitergeht.

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