Lörrach Café als wichtiger Treffpunkt

Die Oberbadische, 07.12.2017 02:37 Uhr

Zum Pop-up-Café hat die Gemeinde an der Christuskirche im Oktober und am ersten Advent in ihr Gotteshaus eingeladen. Ermutigt von der Besucherresonanz will sie das Café auch im kommenden Jahr organisieren. Es steht allerdings noch nicht fest, wann und wie oft. Dies berichtete die Projektleiterin Gisela Klein am Dienstag dem evangelischen Kirchengemeinderat.

Von Regine Ounas-Kräusel

Lörrach. Mit viel Liebe zum Detail habe die Gemeinde an der Christuskirche ihr Café im Kirchenraum eingerichtet, erzählte Klein. In der Kirche standen runde Bistrotischchen und im sonnigen Oktober auch Tische im Freien. Mitglieder der Gemeinde servierten den Gästen Sekt, Kaffee, Tee, Kuchen und Snacks. Das erste Café fand am 15. Oktober gleichzeitig mit der Eröffnung einer Lutherausstellung statt (wir berichteten). Es öffnete außerdem während einer Kinderkleiderbörse, einmal mitten in der Woche und zuletzt am ersten Advent.

„Cafés sind wichtige Treffpunkte in unserer Zeit“, begründete Klein die Idee eines Kirchencafés. Da immer weniger Menschen einen Bezug zum Glauben hätten, müsse die Kirche Angebote schaffen, bei denen sich die Menschen wohlfühlen.

Tatsächlich hätten Mitglieder der Gemeinde das Café gerne besucht, zog sie Bilanz. Menschen von außerhalb seien vor allem dann gekommen, wenn gleichzeitig eine andere Veranstaltung lief – etwa die Kinderkleiderbörse. Sie erzählte von schönen Begegnungen, etwa mit dem Mann, der Kirchen gerne wegen der Stille besucht.

Gisela Klein dankte ihrer Gemeinde, dass sie den Versuch eines Kirchencafés mitträgt. Man wolle sich mit Partnern vernetzen, vor allem um genügend ehrenamtliche Helfer zu finden, um das Café regelmäßig zu öffnen, berichtete sie. Die Albert-Schweizer-Schule und die Diakonie hätten sich schon offen gezeigt.

Bei seiner letzten Sitzung im Jahr 2017 beriet das Gremium außerdem über Reparaturen im Matthias-Claudius-Kindergarten. Dort will die Kirchengemeinde für 66 500 Euro dringende Sanierungsarbeiten durchführen, wie Pfarrer Tobias Walkling berichtete. Die Hebeanlage an der Toilette müsse repariert werden. Der Bewegungsraum im Untergeschoss benötige eine Innensanierung und eine Abluftanlage. Wegen hoher Luftfeuchtigkeit im Raum und wegen Wärmebrücken im Gebäude rieche der Raum modrig, und es bilde sich Schimmel. Außerdem müssen laut Walkling die beiden Fluchtwege im Untergeschoss saniert werden.

Einen Teil der Sanierungskosten muss die Stadt übernehmen. Falls diese sich in der gewohnten Höhe daran beteilige, müsse die Kirchengemeinde 21 500 Euro selbst bezahlen, informierte Walkling. Dafür könne die Gemeinde bei der Landeskirche Zuschüsse beantragen.

Ein weiteres Thema war die engere Zusammenarbeit aller sechs Pfarreien, die die evangelische Kirchengemeine Lörrach-Inzlingen bilden (siehe nebenstehender Artikel.

 
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