Lörrach - Die Delegierten der CDU haben auf ihrem Parteitag in Hamburg Annegret Kramp-Karrenbauer zur Parteivorsitzenden gewählt. Die ehemalige Ministerpräsidentin des Saarlands setzte sich in einer Stichwahl gegen Friedrich Merz mit 517 zu 482 Stimmen durch. Unsere Zeitung hat Kommunalpolitiker nach ihrer Bewertung des Ergebnisses gefragt.

Ein Krimi

Ulrike Krämer (Vorsitzende des Stadtverbands): „Das war ein Krimi. Mit dem Ergebnis bin ich glücklich. Ich vertraue darauf, dass sie die Partei zusammenhält. Ich denke, sie spricht im Vergleich der Kandidaten die breiteste Mehrheit in der CDU an. Petra Höfler (Fraktionsvorsitzende): „Wir hatten drei gute Kandidaten. Mit dem Wahlergebnis bin ich zufrieden – ich wäre es aber auch bei einer Wahl von Friedrich Merz gewesen. Wichtig war für mich, dass die drei in den vergangenen Wochen in einer fairen Diskussion für ihre Vorstellungen geworben haben.“

Etliche positive Seiten

Ulrich Lusche (Stadtrat): „Ich halte den Ausgang der Stichwahl für weniger bedeutend als den Weg dorthin. Persönlich war ich zwischen Annegret Kramp-Karrenbauer und Friedrich Merz ein wenig hin und her gerissen: Beide Kandidaten haben etliche positive Seiten. Diese Wahl stellt nur eine Etappe dar: Aber ich sehe jetzt gute Chancen für eine Aufbruchstimmung.   siehe Regio-Seite